Wer kann die positive Energieserie fortsetzen?

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Friedrich Heinrich

Nach zwei Siegen in Folge will Energie den „Sack zumachen“ /
Aber: Wollitz geht das Personal aus

Erstmals in dieser Saison konnte der FC Energie am vergangenen Wochenende einen Heimsieg mit einem „Dreier“ im folgenden Auswärtsspiel veredeln. Ein Durchbruch zum richtigen Zeitpunkt; der Klassenerhalt ist nach dem 2:1 über den TSV 1860 München so gut wie sicher. Heute kann die Mannschaft mit einem weiteren Erfolg im eigenen Stadion den Vorsprung auf den Relegationsplatz auf mindestens acht Zähler ausbauen. Bei vier ausstehenden Partien sollte die Truppe dann das Spieljahr im Mittelfeld der 2. Bundesliga abschließen.
In München konnte der FCE mit bewährten Mitteln an den Aufwärtstrend der letzten Spiele anknüpfen. Energie agierte aus einer disziplinierten, gut organisierten Abwehr heraus und nutzte vor dem gegnerischen Tor beinahe jede sich bietende Gelegenheit. Dabei kam es dem Team von Pelé Wollitz natürlich entgegen, dass sich die Hausherren bei der Spielgestaltung sichtlich schwer taten. Das erste Tor fiel wie aus heiterem Himmel. Rivic schickte Petersen mit einem Steilpass. Der Senkrechtstarter hielt unbekümmert drauf, traf den Ball perfekt zum 1:0. Ein typisches Petersen-Tor! Nicht zum ersten Mal versuchte er es mit einem gewagten Direktschuss. Solche Tore werden wir hoffentlich noch öfter sehen.
München nahm das Heft danach in die Hand, produzierte allerdings nur selten echte Torgelegenheiten. Tremmel musste meist nur Distanzschüsse abwehren. Energie gelang es jedoch auch nicht, sich durch Konterangriffe aus der Belagerung zu befreien. Bei einem beherzt getretenen Freistoß von Rösler war Tremmel dann chancenlos. Der verdiente Ausgleich, das Spiel hätte danach zu Gunsten der Gastgeber kippen können.
Der zweite gefährliche Angriff des FCE entschied das Spiel: Angelov setzte sich auf seiner linken Seite durch, ließ sich von Jula nach einem Doppelpass per Hacke bedienen und schoss das Leder unhaltbar zum 2:1 neben den linken Pfosten. Damit unterstrich der Defensiv-Allrounder seine Wertigkeit für die Mannschaft erneut. An einer Vertragsverlängerung wird derzeit gearbeitet. Es wird schwer, ihn zu halten. Zumal der Bulgare im vergangenen Sommer schon einmal gehen wollte.
Der zweite Durchgang hatte keine vergleichbar spektakulären Aktionen wie diese drei Tore parat. Die Cottbuser Defensive lief zur Hochform auf. Nach einer Hereingabe von Petersen scheiterte Rivic vor dem leeren Tor. Der einzige Angriff unserer Rot-Weißen im zweiten Durchgang. Ein Spielgestalter würde diese Mannschaft weiter bringen. Leider konnten sich weder Shao, Rivic oder Kruska dafür empfehlen. Mit Fandrich stand immerhin ein Cottbuser Talent auf dem Feld, welches diese Rolle in den Jugendmannschaften ausfüllen konnte.
Das Erbe aus der Partie in München muss Wollitz heute tragen. Mit Kurth und Dum sind zwei Akteure gelbgesperrt, Brzenska fällt verletzt aus. Bittroff kommt für die Startelf noch nicht in Frage, steht aber wieder im Kader. Der Trainer erklärte diese Situation zur Chance für den Nachwuchs. Neben Fandrich wird heute noch mindestens ein weiterer Jungprofi auflaufen.