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Wieder mal: Verwaltung will Cottbuser Altmarkt autofrei

17. Januar 2020 | Von | Kategorie: Cottbus, Top-Themen |

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Berliner Ingenieurbüro befragte 507 Leute online, davon 26 Prozent aus Mitte / Nur Radwege sind     kritikwürdig / Neues Mobilitätskonzept soll im Sommer wirken / Einwände bis Ende Januar möglich

Wieder mal: Verwaltung will Cottbuser Altmarkt autofrei

Etwas mehr System im rollenden und ruhenden Verkehr würde der Cottbuser Innenstadt guttun. Aber noch mehr autofreie Zone als ohnehin schon? Geschäftsleute haben erhebliche Bedenken. Der Altstadt erginge es wie Drebkau und anderen Orten mit Umgehungsstraßen: Der Handel stirbt und auch die Gastronomie verliert ihr wirtschaftliches Gleichgewicht Foto: CGA-Archiv/h.

Cottbus (hnr.) An normalen Tagen erleben Cottbuser ihren Altmarkt als freundlichen, mäßig belebten Ort; abends ab 22 Uhr ist er mausetot. Nur an Sonnentagen, von denen es zuletzt viele gab, wird er zum Eis-, Bier- und Weingarten. Vereinzelter Autoverkehr in West-Ost-Richtung muss 20 km/h fahren. Kontrolliert hat das Ordnungsamt seit Jahren nicht. Die meisten Autos fahren 30, vielleicht etwas mehr. Vor zwei Jahrzehnten wollte der CDU-Stadtverordnete Dr. Klaus-Peter Schupp den Platz für den Autoverkehr  sperren. Es gab Diskussionen und Versuche, am Ende den bis heute gültigen Kompromiss: In eine Richtung darf langsam gefahren werden, in die andere nicht. Das funktioniert gut. Trotzdem strebt die Verwaltung  erneut die Vollsperrung an, sogar per Poller. Ein Berliner Ingenieurbüro recherchiert für ein „Mobilitätskonzept“, das den Stadtverordneten im Frühsommer vorliegen soll. Dienstag wurde darüber im Stadthaus und bei der IHK kontrovers diskutiert. Einschlägiger Aktionismus beschäftigt hochbezahltes Personal dazu seit einem ganzen Jahr.
Ausgangsdaten liefert eine Online-Befragung von 507 Leuten, 26 Prozent davon aus Mitte, die gewiss keine fremden Autos hier haben wollen, weil sie sich täglich über  fehlende Parkplätze vor der Haustür ärgern. 85 Prozent der Befragten gaben an, oft oder mindesten einmal wöchentlich in der Altstadt zu sein. Die Hälfte geht zu Fuß oder radelt. 80 Prozent der Probanden halten die Altstadt für gut per ÖPNV erreichbar,  52 Prozent erklären gar, dass die Bahn oder der Bus schnell genug da sind, auch wenn sie den Fahrplan nicht kennen. Die Berliner Experten sollten Sonnabends in der Bahnhofstraße beobachten, wie oft da eine Straßenbahn fährt.
62 Prozent der Befragten geben an, die Altstadt gut mit dem Auto  zu erreichen. Die Fragemethodik führt zu vielen Überschneidungen, nur eines ist eindeutig: Die Innenstadt hat mangelhafte Radwege. Daher sollen Fahrradstraßen gekennzeichnet werden. Hunderte Fahrrad-Stellplätze sollen entstehen und in zwei neuen Parkhäusern 400 Pkw-Plätze.
Die Handwerkskammer kritisiert die restriktive Verkehrsplanung heftig. Händler beteiligen sich kaum noch an der Debatte. Es sei alles Wichtige oft genug gesagt und auch erprobt, meinen sie.
Bis Ende Januar können bei der Stadtverwaltung noch Vorschläge für oder gegen eine autofreie und fahrradfreundliche Innenstadt eingereicht werden.




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