Wald
Wald im Februar

Der Monat Februar steht ganz im Zeichen der Winterruhe im Walde. Diese ist jedoch nur scheinbar, denn die ersten Blüten der Baumarten Erle und Hasel sind zu sehen, bei günstiger Witterung blühen die allbekannten Schneeglöckchen.
Für viele Wildarten endet die Jagdzeit, die sogenannte Schonzeit beginnt, denn die weiblichen Tiere sind nun trächtig und werden im Frühjahr ihr Jungen setzen. Die Hirsche beginnen ihr Geweih abzuwerfen und sogleich wird ein neues geschoben, dessen Wachstum nach drei bis vier Monaten abgeschlossen ist.
Die Ankunft der ersten Zugvögel wie Bachstelze, Feldlerche, Misteldrossel und Star verrät das kommende Frühjahr. Und auch der Kolkrabe brütet,  in der Hoffnung auf junges Leben. Für die Forstwirtschaft ist nun die Zeit der Samenernte gekommen. Je nach Zapfenbehang an Altbäumen von Kiefer oder Fichte steigen mutige und schwindelfreie Zapfenpflücker in die höchsten Kronen, um aus den gepflückten Zapfen die Samen zu gewinnen, aus denen neue, junge Waldbäume entstehen sollen. Auch in der Waldbrandvorbeugung wird etwas getan. Wundstreifen entlang von Straßen, Wegen und Eisenbahnlinien werden von brennbaren Materialien freigehalten, um einem möglichen Brand entgegenzuwirken. Dies ist gerade in unser Region geboten, denn die Niederlausitz gehört durch trockene Sommer und ausgedehnte Kiefernwälder zu einem der am höchsten eingestuften Gefährdungsgebiete Europas. Übrigens kann jeder durch bewußtes und waldbrandvorbeugendes Handeln das gegebene Gefährdungsrisiko minimieren.
Oberförster Barkhausen

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