
Sternen-Feeling im Planetarium / Ein Märchen erklärt das Universum
Cottbus. Vielleicht schon seit Jahren war mancher unter den Lesern dieser Zeitung nicht mehr im Cottbuser Planetarium. Wer kann sich wohl an einen Besuch dort erinnern? Auch uns war nicht gleich klar, was Besucher aktuell dort erwartet. Gezeigt wird „Der weise alte Mann mit den Sternenaugen“, ein Sternenmärchen aus Frankreich.
Eine 15-Jährige nimmt in einem bequemen Sessel Platz. Es wird dunkel und plötzlich sind überall um unsere Nachbarin herum Sterne als kleine leuchtende Punkte zu sehen. Durch die runde Kuppel des Planetariums produziert der Film echtes Kinofeeling. Der Ton schallt aus jeder Ecke und das Bild verbreitet sich überall rund um den Betrachter.
„Die Haupthandlung war immer unmittelbar vor mir, doch die Märchenwelt, in der die Geschichte spielt, wurde neben und hinter mir deutlich“, erzählt das Mädchen später. Da sind die weiten Felder, die Landhäuser, Laubbäume. „Es wirkte, als wäre ich ein Teil der Geschichte – ich, in der Mitte des Raumes“, schildert sie.
Zuerst kommt der Tyrann, ein kleiner dicker Mann mit rotem Bart, der eine rote Perücke mit einer großen goldenen Krone trägt. Erstaunlich, welch große Macht er besitzt, und schnell wird klar, dass er die ganze Welt beherrschen will und glaubt, dass sie ihm gehört. Doch nur der Herrscher der Welt zu sein reicht ihm schon bald nicht mehr, er möchte über das ganze Universum herrschen. Um herauszufinden, wie er das anstellen kann, fragt er den weisen alten Mann. Dieser kleine alte Mann mit weißem Bart trägt einen braunen Mantel mit einer Kapuze, die er immer auf hat. Seine Augen hat er stets geschlossen. Er antwortet dem Tyrannen: „Schaut in den Himmel und zählt die Sterne“. Diese schlichten acht Worte versteht der Tyrann nicht, dennoch faszinieren sie ihn. Ab diesem Zeitpunkt wird deutlich, wie sehr der Tyrann davon besessen ist, Herrscher des gesamten Universums zu sein. Jeden Abend geht er zu dem weisen alten Mann und lässt sich von ihm das Universum erklären. Und so erfährt auch der Planetariums-Gast, dass die Sonne gar nicht der hellste Stern ist. Der Sirius-Stern leuchtet zehnmal so hell wie sie. Durch die weite Entfernung erscheint er für unser Auge aber garadezu winzig.
Fazit: Die Geschichte von den Sternen ist sehenswert. Trotz kleinen Mängeln bei der Synchronisierung und der mit 30 Minuten kurzen Laufzeit ist der lehrreiche Trickfilm zu empfehlen.
Nächste Termine sind am Dienstag, den 11. März, Mittwoch, 19. und Samstag, 22. März, immer 15 Uhr.
Michelle Kaps
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