Ringvorlesung mit Prof. Spyra beschäftigt sich am 27. Januar mit Pyrotechnik beim Fußball
Cottbus (MB). Der Experte für Feuerwerk, Prof. Spyra, fasst ein ziemlich heißes Eisen an. Er, der Feuerwerker, weiß, wovon er redet und manche Fans träumen: Eskapaden in Fußballstadien. Bekannt ist, dass Fangruppen einiger Fußballvereine nicht ohne das Zündeln mit Pyrotechnik bei Sportveranstaltungen auskommen wollen. Grelle Bengallichter brennen bei extrem hohen Temperaturen und oftmals unter extrem starker Rauchentwicklung ab, gefährden Besucher und stören die Sportveranstaltung. Dann gibt es noch den Paukenschlag und das laute Knallen mit Überschüssen an Feuerwerkskörpern aus Silvester und nicht selten auch noch mit illegal eingeführten Böllern aus unseren Nachbarländern.
Den meisten Zündern sind die Gefahren, die von Pyrotechnik ausgehen, überhaupt nicht bekannt. Der Kick, Frust oder Freude, lassen jedes Gefühl von Gefahr in den Hintergrund rücken. Das ist ein Problem. Darüber können Interessierte mit Prof. Spyra im Rahmen der Ringvorlesung diskutieren. Denn er kann das Verlangen nach „Action“ sehr wohl verstehen. Lustfeuerwerk ist sein Metier. „Diese pyrophilen Fangruppen genießen auch eine gewisse Umfeldsolidarität“, so Prof. Spyra. Wenn Ordner oder auch die Polizei den „Abbrenner“ identifizieren wollen, weil er andere und sich akut gefährdet, „verdichtet“ sich das Umfeld um den Zündler. Ein Vordringen zum Verursacher würde nur mit Anwendung von kräftiger Gewalt möglich sein. Gibt es einen akzeptablen Ausweg? Darüber darf mit Professor Spyra im Anschluss an den Vortrag diskutiert werden. Die Ringvorlesung beginnt am 27. Januar um 17.30 Uhr auf dem Zentralcampus der BTU (Großer Hörsaal).







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