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Lausitzer setzen auf die Europa-Modellregion

Wirtschaft | Von | 10. Juni 2016

160611brief

Zu den Unterzeichnern des Briefes an Kanzlerin Merkel gehören auch die Landräte Siegurd Heinze (OSL, l.) und Harald Altekrüger (SPN). Sie fordern für die Bewältigung des Strukturwandels nicht nur idelle, sondern auch materielle, sprich finanzielle Hilfe Foto: T. Richter-Zippack

23 Bürgermeister senden Brandbrief an Kanzlerin Angela Merkel / Region fordert massive Hilfen bei Bewältigung des Strukturwandels:
Schwarze Pumpe (trz). Der Industriepark Schwarze Pumpe symbolisiert den industriellen Strukturwandel und ebenso eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der brandenburgischen und der sächsischen Lausitz. Die Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier hatte genau an diesen Ort eingeladen. Hier unterschrieb die Sprecherin der „Lausitzrunde“, einem kommunalen Bündnis für Strukturent-wicklung, gemeinsam mit 22 weiteren Rathauschefs und Landräten aus Brandenburg und Sachsen einen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Gefordert wird ein ernsthafter Dialog zwischen der Lausitz und der deutschen Regierung. Dabei geht es um die durch Kanzlerin Merkel angeschobene Energiewende und den Ausstieg aus der Braunkohle. Durch ihn, so befürchten die Lausitz-Protagonisten, ginge in der Region endgültig „das Licht aus“. Bereits durch Umbrüche nach der Wende verschwanden zehntausende Arbeitsplätze. Dieses Szenario dürfe sich nicht wiederholen.
Den Merkel-Brief bezeichneten die Unterzeichner nicht als „Bittgesuch“, sondern als „Angebot“. Kernpunkt bilde die Gründung einer europäischen Modellregion, die die gesamte Lausitz umfasse. Dazu gehöre ein Regionalfonds, in den Bund und Länder einzahlen müssten. Insbesondere, so argumentieren die Lausitzer, stünde der Bund in der Pflicht, der die Energiewende angeschoben hat. Daraus erwüchse die Pflicht, der ohnehin wirtschaftlich gebeutelten Lausitz  nachhaltig unter die Arme zu greifen. OSL-Landrat Siegurd Heinze stellt klar, dass „nicht wir diejenigen sind, die den Ausstieg aus der Braunkohle fordern“. Die Zeit des Abwartens sei jetzt endgültig vorüber.
Die Lausitzer rechnen in den kommenden Wochen mit einer Antwort aus dem Bundeskanzleramt. Inzwischen werde dort bereits ein Gespräch vorbereitet. Das Ergebnis ist völlig offen.



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