Potsdam muss nach Forst blicken

Gesundheitsministerin Anita Tack äußert sich zur Klinik-Fusion
Forst (mk). Einstimmig haben die Forster Stadtverordneten für eine Übernahme des Forster Krankenhauses durch das Potsdamer Ernst von Bergmann-Klinikum gestimmt. Die Gesundheitsministerin Anita Tack erklärte auf Anfrage des Landtagsabgeordneten Jürgen Maresch dazu, dass eine Kooperation zwischen benachbarten Kliniken sicherlich naheliegender gewesen wäre. Selbstverständlich, so die Ministerin weiter, muss auch Potsdam die Krankenhausversorgung in der Lausitz im Blick behalten. Die stationäre Versorgung im Landkreis Spree-Neiße wird weiterhin durch die drei Häuser der Grundversorgung in Forst mit 191 Betten (Chirurgie, Frauenheilkunde/Geburtshilfe in Kooperation mit dem CTK Cottbus, Innere Medizin und Geriatrie, Urologie und HNO), Spremberg mit 195 Betten (Chirurgie, Innere Medizin und Psychiatrie) und dem Naemi-Wilke-Stift Guben mit 151 Betten (Chirurgie/Orthopädie und Innere Medizin) sichergestellt. Dazu kommt das Angebot des CTK Cottbus mit 1 163 Betten  über das gesamte Behandlungsspektrum. Veränderungen in der Trägerstruktur, so Anita Tack, haben keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Krankenhausplanung.
Dass Forster Patienten künftig vermehrt in Potsdam behandelt werden, glaubt die Ministerin nicht, da dies nur für solche Patienten geplant sei, die bislang außerhalb Brandenburgs behandelt wurden. Es gilt selbstverständlich weiter die wohnortnahe Versorgung, so die Brandenburger Gesundheitsministerin.