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Region: Meister ist Qualitätsgarant

11. Oktober 2019 | Von | Kategorie: Wirtschaft |

Lausitzer Handwerker begrüßen Wiedereinführung der Meisterpflicht

Vor 15 Jahren wurde mit der Handwerksnovelle in mehr als der Hälfte der 93 Handwerke die Meisterpflicht abgeschafft. Die Bundesregierung wird nun in zwölf Handwerksberufen das Rad zurückdrehen. Lausitzer Handwerker begrüßen diesen Schritt.
Auch im Raumausstatterhandwerk soll ab 2020 wieder die Meisterpflicht gelten. Polsterermeister Frieder Kottusch aus Cottbus begrüßt zwar die Pläne. Es war aus seiner Sicht allerdings auch höchste Zeit. Viel ist in den letzten Jahren zerstört worden. Keine Ausbildung, mangelnde Qualität und sogenannte Alleskönner, die mit Kampfpreisen am Markt agieren, waren die Folge.
„Es wird sehr lange dauern, bis wir den Zustand von vor 2004 wieder erreicht haben“, sagt Frieder Kottusch. Er plädiert zudem dafür, alle Gewerke, die nach der Novelle aus der Meisterpflicht herausgefallen sind, wieder in diese hineinzunehmen. Alles andere ergibt doch keinen Sinn.
Parkettlegermeister Ronny Wagner sieht die Wiedereinführung der Meisterpflicht in seinem Gewerk absolut positiv. „Wir als Innung Parkett und Fußbodentechnik Nordost haben lange dafür gekämpft“, sagt er. Alle zwei Jahre habe der Verband einen Meisterkurs mit knapp 20 Teilnehmern durchgeführt. Sie wollen sich im freien Markt mit dem Meistertitel von ihren Mitbewerbern abgrenzen.
Der Unternehmer ist ein glühender Verfechter des Handwerksmeisters. „Sie würden sich ja auch nicht von der Schwester operieren lassen, oder?“, fragt er „Der Meister erwirbt ein bestimmtes Fachwissen, er steht für Qualität, er ist auf dem aktuellen Stand der Technik und bildet aus. Die Vorteile für Verbraucher liegen klar auf der Hand“, so Ronny Wagner.
Beim Zentralverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e.V. hingegen ist die Enttäuschung groß. Auch hier wollte man den Meister zurück, bekommt ihn aber vorläufig nicht. „Verstehen kann ich
das überhaupt nicht“, sagt Geschäftsführer Horst Teuscher.
Unsere Mitglieder arbeiten mit Chemikalien, es ist also ein
gefahrengeneigter Beruf, er ist kulturhistorisch und dennoch lässt man uns außen vor.“ Mit einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und notfalls mit einer Klage will man noch Änderungen am Gesetzentwurf herbeiführen.




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