
Zu sehen ist der Karnevalsumzug von 1954 in der Sprem. Eckard Bannek aus Schönau, damals 17jähriger Oberschüler in Cottbus, lief als „Mariechen Schönfeld“ verkleidet genau in diesem Bild mit und hat die Ereignisse literarisch aufgearbeitet. In einem Kapitel „Cottbuser Fasching 1954“ heißt es: „In Cottbus wurde erstmals 1954 nach den Kälteferien im Februar ein verordneter Fasching gefeiert…Unser Faschingszug stand unter der Losung ‘Wir halten Stange’. Die meisten Lehrer trugen breitkrempige Hüte. Lehrer wie Schüler hielten sich an einer scheinbar endlosen, mit Buntpapierbändern umwickelten Gardinenstange fest…“
Otto Blunck aus der Cottbuser W.-Riedel-Straße erinnert sich, dass es auch 1979 einen öffentlichen Faschingsumzug gab, organisiert von den „Spreepiraten“, einer Arbeitsgemeinschaft im Haus der Jugend (heute Gladhouse): „Das Rathaus durfte allerdings nicht gestürmt werden. Die Tour führte bescheiden über die Feigestraße, Inselstraße und Bautzener Straße ums Carré. 200 Narren wurden vom Jugendblasorchester angeführt. Abends traf man sich ab 19.11 Uhr in allen Räumen des Klubhauses zur feucht-fröhlichen Rosenmontags-Party. Dass die Platzkapazität nie reichte, zeigte den Bedarf an solchen Veranstaltungen in der Bezirkshauptstadt“.
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