Altes Cottbus: “Barackenfriedhof” war einer der ältesten Friedhöfe der Stadt

Dresdener Straße mit Barackenstadt
Die Dresdener Straße mit der „Barackenstadt“ im Hintergrund.

Ursula Blumentritt schreibt: „An diese Häuserfront kann ich mich kaum noch erinnern, ich war damals noch zu klein. Lösung: Zu einem Friedhof gehört die abgebildete Baumgruppe. Dort habe ich als Kind oft gespielt und mit meinen Puppen die Zeit vergessen, während mich meine Eltern im ganzen Viertel suchten. Es war aber schon im Krieg nur eine Gedenkstätte mit Bänken und hohen Bäumen. Nach dem Krieg wurden dann Holzbaracken für diverse Verwaltungseinrichtungen aufgestellt und so entstand dann der Begriff „Barackenstadt“ oder „Barackenfriedhof“. „Dieser Friedhof ist einer der ältesten in Cottbus. Er wurde um 1835 als Begräbnisstätte eingeweiht und bis zum Jahr 1870 zu Beerdigungen genutzt. Ab 1898 wurde er endgültig geschlossen. Die schöne Friedhofskapelle wurde zu einer Gedenkhalle für die Opfer des Weltkrieges umgestaltet“, teilt uns Herr Scholler mit. Und Horst Hauptmann ergänzt: „Die gesuchte Baumgruppe im Hintergrund gehört zu einem ehemaligen Friedhof zwischen der Straße der Jugend und der Taubenstraße. Nach Ablauf der Ruhezeit wurde hier zu DDR-Zeiten die Barackenstadt errichtet. Nach 1990/91 wurden diese Bauten nicht mehr benötig und abgerissen. Jedoch bestehen noch verschiedene Zeitzeugen an der Friedhofsmauer entlang der Blechenstraße aus der Friedhofszeit. Am nordwestlichen Teil an der Taubenstraße wurde jetzt der Neubau des Wichernheimes errichtet.“
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