
Das nunmehr einhundertjährige Theater war ja auf dem „Damals-war’s-Foto“ unverkennbar und unsere Leser haben
auch den Anlass erkannt, der zu dem Besuch der vielen Gäste führte.
M. Streul schrieb: „Es handelt sich hier eindeutig um Antwort A), die Festlichkeiten zur Eröffnung des „neuen Stadttheaters“ am 1.10.1908. Ich besitze eine Postkarte mit derselben Abbildung wie auf dem Foto. Diese trägt den Poststempel vom 2.9.1915. Die Antwort B) der 10. Geburtstag des Theaters kann es daher nicht sein. Auch Antwort C) scheidet aus, da die 800 – Jahr Feier von Cottbus im Jahre 1956 stattfand. Auf der Abbildung ist das Gebäude noch sehr hell, der Anbau hinter dem Bühnenhaus fehlt, da er erst 1912/13 errichtet wurde. Desweiteren ist die Bepflanzung neben der Besucher – Auffahrt zum Haupteingang noch kleinwüchsig und kein wilder Wein rankt sich die Fassade hinauf, wie es auf vielen Fotos vom Stadttheater aus dieser Zeit zu sehen ist.
Georg Müller wusste ebenfalls gut Bescheid: „Es ist der 1. Oktober anno 1908, die Zeiten jahrzehntelanger Bretterimprovisationen sind vorbei: nach nur 16 Monaten Bauzeit wird das Cottbuser Theater eröffnet!
Alt und Jung drängte an diesem Tag zum Portal, Oberbürgermeister Dr. Werner spricht zukunftsweisende Worte, die Stadt in der Lausitz freut sich eines Stolzes mehr – Vorhang auf zur ersten Aufführung mit Gotthold Ephraim Lessings Schauspiel Minna von Barnhelm.“
Elfrun Liebig ergänzte: „Nach dem Bau des Theaters beschleunigte sich die Wohnbebauung um den Schillerplatz. 1908 ist der Blick gen Norden auf dem Foto noch frei. Zehn Jahre später trifft das nicht mehr zu, da die Brandenburgische Knappschaft beschloss, ihren Sitz von Guben nach Cottbus zu verlegen. Sie erwarb die ehemalige Fläche des Heu- und Strohmarktes an der Braustraße, heute August-Bebel-Straße. 1911 wurde das Knappschaftsgebäude hier errichtet und nach 29 Jahren Fremdnutzung ist die Knappschaft nun wieder in diesem Gebäude ansässig.“
Gisela Schmidt fasste ihre Lösung kurz zusammen: „Die festliche Eröffnung des heutigen Staatstheaters, also Lösung A, ist richtig. Dies ist zu erkennen an den noch kleinen Koniferen an den Wegen. Weiterhin fehlt im Hintergrund noch das Gebäude der heutigen Bundesknappschaft.“













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