
Das Rätselfoto zeigt die einstige Wallstraße – heute Friedrich-Ebert-Straße:
Georg Müller aus Cottbus weiß, wo der Fotograf stand: „Zu sehen ist die Wallstraße-Friedrich-Ebert-Straße. Einstens, etwa seit 1720, zweigte sie vom Lukischen Tor (Berliner Straße), nach rechts ab zwischen den Amtsdörfern Brunschwig auf dem Berge und Brunschwig in der Gasse – ein bescheidenes, unbefestigtes Wirtschaftsweglein. Man nannte es dank seiner Lage parallel zur Wallanlage etwa seit 1861 Wallstraße. Sie führte bis zur Nordstraße, der heutigen Deffkestraße, bebaut mit mehrstöckigen Geschäfts- und Wohngebäuden sowie zwei Schulen.“
An seine Kinderzeit fühlt sich Josef Kauczor erinnert. Er schreibt: „Dass es solch ein Bild noch gibt! Ob zum Kindergarten, zur Kirche, Post, zum Fischladen oder dem Geschäft von Frau Stein am Berliner Platz, ob per pedes oder mit dem Rad – nahezu täglich war uns diese Ansicht vertraut. Sicher bin ich, dass im linken Haus ein Sarggeschäft war. Im Fleischereibedarfsladen (linke Ecke) bekam man für wenige Groschen pfundweise Salpeter, den wir für manche vorfristige Silvester-Rakete verwendeten“.
Klaus Herold erinnert sich noch dunkel, wie er schreibt: „Wir sehen hier in der heutigen Friedrich-Ebert-Straße) die Häuser 8 bis 12. Beim Bau der Stadthalle wurden die Häuser 1 bis 11 entfernt. Auf der Ostseite fehlen die Häuser 49 bis 55. Die Hausnummer 49 beherbergte die Gemeindeschule 1 und die 55 war die Gemeindeschule II (auf der Wiesenfläche im Vordergrund, d.Red.). In dem Haus Nr. 8 befand sich in den 1920er-Jahren ein Bestattungsinstitut, welches die Witwe Anna Schimke führte. Ebenfalls dort war der ‘Deutsche Begräbnis- und Lebensversicherungs-Verein’ ansässig. Das angrenzende Haus Nr. 9 gehörte einem Kaufmann Liersch.“
Lothar Haase aus Kiekebusch nennt die Geschäfte von links: „Bestattungswesen Schimke, Elektrogeschäft Weise, Bäckerei Friedrich, dahinter die evangelische Buchhandlung und auf der Ecke ein Laden der Fleischergenossenschaft.“
Annemarie Grimmler aus Cottbus hat noch das Holzpflaster des oberen Teils der Friedrich-Ebert-Straße miterlebt, auf dem man im Herbst bei Nässe und im Winter bei damals noch auftretendem Eis und Schnee höllisch rutschte und oft sogar schmerzhaft ausglitt. „ Ich fühle ich mich diesem Teil des Nordens noch immer sehr verbunden und bin gespannt, was an Neuem sich in unserer Ecke noch ergeben wird“, schreibt sie.
Jürgen Fiebiger aus Cottbus lernte hier: „Im Geschäft an der Ecke Friedrich-Ebert-Straße/ Petersilienstraße befand sich meine Lehrwerkstatt. Dort zog ich am 1.9.1969 mit drei anderen Lehrlingen ein, um den Beruf des Rundfunk- und Fernsehmechanikers zu erlernen. Unsere Lehrmeister waren die Herren Rögner und Großöhmig“.
Auf die aktuelle Situation gehen Jens Pumpa aus der Rostocker Straße und andere Leser ein: „Die Wallstraße ist die heutige Friedrich-Ebert-Straße. Die Grünfläche vorn im Bild gehört zum Puschkinpark. In der Mitte des Bildes steht ein Hochhaus und links die Stadthalle.“ Gewonnen haben diesmal Jürgen Fiebiger, Christa Scherfchen und Klaus Schulz, alle aus Cottbus.
Herzlichen Glückwunsch!









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