
Die „Neue Welt“ war zuletzt Pantoffelmanufaktur / Heute eine Wohnanlage:
Die „Neue Welt in Ströbitz gibt es nicht mehr. Aber: „Als Kind habe ich dort im Kino sehr schöne Kinder- bzw. Märchenfilme gesehen“, schreibt Dieter Kattusch aus der Welzower Straße. Den Gaststättenbetrieb habe er nicht mehr kennengelernt. Georg Müller weiß: „Das Kino dort reicht in das Jahr 1906 zurück; was den Cottbusern mit ihrem ‘Weltspiegel’ Recht sein konnte, war den Ströbitzern billig, wenn auch sehr bald ein Feuer dem Spaß ein Ende machte. Im März 1919 wurde wieder gespielt. Carl-Heinz Vogler managte den Betrieb. Da Ströbitz nicht der Polizeigewalt von Cottbus unterlag, gab es hier eine gewisse Freizügigkeit in der Filmauswahl.“
Auch Ingeburg Hanitzsch erinnert sich an das Kino, doch die „Neue Welt“ stellt sie in einen ganz anderen Zusammenhang. Hier trafen sich die Kanariezüchter, und ihr Vater Max Linke (Bruder des Gärtnereibesitzers) war Zuchtwart der Spezial-Zucht-Gemeinschaft „Kanaria“ Cottbus. „In der Gaststätte vorn fanden die Wertungen statt. Es ging um die Teilnahme an den DDR-Meisterschaften.“ Hier gezüchtete Vögel wurden über „Zoologica“ Berlin ins westliche Ausland exportiert. „Ich habe oft die Käfige, schön mit frischen Apfelstückchen ausgerüstet, weil Wasser nicht erlaubt war, zum letzten Zug zum Bahnhof gebracht“ erinnert sie sich. Den Zuchtverein ghibt es noch; er wird dieses Jahr 125 Jahre alt.
Karl-Heinz Schlodder erinnert daran, dass hier zuletzt eine Pantoffel-Manufaktur ihre Produktiuon hatte. Jetzt stehen an dieser Stelle neue Reihenhäuser.
Gewonnen hat Dietmar Sachs.











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