Crossen hofft auf reichlich Oderwasser für den Schiffsverkehr.

Elke Dietze aus der Pestalozzistraße in Cottbus: „Die markante Stahlkonstruktion der Brücke in Crossen an der Oder war eine wichtige Verkehrsachse und verband die historische Altstadt mit den nördlichen Stadtteilen. Die Brücke wurde 1905 eingeweiht. Die Deutsche Wehrmacht hatte Mitte Februar 1945 die Brücke gesprengt. Die schöne Kirche im Hintergrund sollte die St. Marienkirche sein. Sie hatte als eines der wenigen Gebäude den Krieg überstanden. Jetzt dient sie als katholisches Gotteshaus (St. Hedwigs-Kirche).“
Rainer Mrutzek aus Guben, Finkenhebbel, kennt sich aus: „Der Fotograf steht in Crossen auf der Treppe zum Friedhof. Links ist die Stromkaserne, davor die Bismarckstraße, rechts vor der Oderbrücke geht es zum Lorenzsteig Vor dem geht es die Bergstraße hoch in Richtung meines Geburtshauses, in dem ich 1944 geboren bin. Über die Oderbrücke geht es dann links zum Markt, an der Marien-Kirche Richtung Guben. 1967 besuchte ich das erste Mal wieder mein Geburtshaus in Crossen. Inzwischen hat sich dort auch vieles zum Positiven verändert und ich fahre gern öfter mal in die Gegend.“
Das macht jetzt auch Uwe Simmack: „Der Absender der Ansichtskarte hielt sich in Crossen an der Oder auf. Ihren Beitrag nehmen wir zum Anlass für einen Ausflug dort hin. Danke für die Anregung.“
Frank Irmer aus Cottbus, Philipp-Melanchthon-Straße, weiß: „Die Brücke, 1905 eingeweiht, zeigt heute auch wieder ihr altes Gesicht. Sie wurde im Krieg gesprengt und durch Polen wieder hergestellt. Auch das Rathaus, teilweise das Schloss sowie 65 Prozent der Stadt fielen den Kämpfen um Crossen zum Opfer. Die 1729 erbaute evangelische St. Marienkirche blieb davon verschont und hat nach dem Krieg die Konfession und den Namen – jetzt St. Hedwigs Kirche – gewechselt.“

Arno Schulz aus Guben meint: „Unverkennbar ist im Vordergrund die Oderbrücke von Crossen. Im Hintergrund sind die Bauten rund um den Markplatz zu sehen. Die meisten dieser Häuser und auch die Oderbrücke wurden 1945 zerstört. Die Kirche hat das Inferno überstanden. Ein Wiederaufbau des Oderüberganges erfolgte gleich nach dem Krieg. Diese Brücke wurde durch eine etwas höher gelegte vor wenigen Jahren ersetzt. Dadurch können jetzt größere Frachtschiffe die Brücke unterfahren, sofern die Oder genug Wasser führt. Das beigefügte Foto von der Brückenbaustelle wurde am 10.8.2023 aufgenommen. Die Einweihung des Bauwerkes erfolgte im Mai 2025.“
Auch Dietmar Schwiek aus Neißemünde identifizierte den Blick vom Kriegerdenkmal auf dem alten Friedhof auf die Oderbrücke in Crossen. Etwas Historie liefert Klaus Reiter: „Das Crossener Schloss war ab 1650 Witwensitz der Gattin des vorletzten Brandenburgischen Kurfürsten Georg Wilhelm. Elisabeth Charlotte, Mutter des Großen Kurfürsten, war eine geborene Prinzessin von der Pfalz. Crossen war auch mal Weinanbaugebiet.“ Letzteres bestätigt Jens Pumpa aus Cottbus: “Krosno Odrzanskie gehört heute zu Polen.Der Weinanbau begann bereits um 1150. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es etwa 150 Weinbergsbesitzer, vor allem an der Bergseite”.
Erika Kaßner aus der Cottbuser Ottilienstraße erinnert sich an ihren Urgroßvater, der in Crossen eine Schmiede mit Hufbeschlag betrieb. Die Familie wurde im Unterspreewald sesshaft, wo auch ihr Vater das Schmiedehandwerk betrieb. In den vergangenen hat sie mehrmals die Gegend an der Oder besucht. – In Eile geriet Siegfried Krusche aus der Drebkauer Straße in Cottbus: „Jetzt ist mir doch die Zeit fast weggelaufen, …muss ich also schnell sein wie ein Cross-Läufer …und schon habe ich die Lösung: Es ist CROSSEN an der Oder.“
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