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Das Rote Kreuz und einst Textilfabriken

Bilder aus dem alten Cottbus | Von | 25. November 2023

Ein Platz in der City mit bewegter Geschichte könnte sich zum Wohngebiet entwickeln

Außerordentlich zahlreich waren die Zuschriften diesmal: Angelika Regel aus Cottbus, Alte Wiesen, schreibt: „Das Bild zeigt einen Teil vom Brandenburger Platz (früherer Thälmannplatz). Links ist das damalige C&A, die Strasse kommt aus Sandow. Das Haus auf der rechten Seite ist noch Teil von einer längeren Häuserzeile, in der weiter rechts das Musikhaus Biller war.“ Auch Herbert Ramoth stimmt zu: „Das Rondell gehört zum Brandenburger Platz. Vorn ist die Franz-Mehring-Straße. Von ihr biegt die Briesmannstraße ab. Hier steht auch das ehemalige Verlagshaus der Druckerei Enke. Links ist noch etwas vom jetzigen Möbelgeschäft zu erkennen.“
Genau kennt sich Lutz Kleinert aus der Cottbuser Clara-Zetkin-Straße aus: Wir schauen auf die Kreuzung Franz-Mehring- (früher Pücklerstraße) / Briesmannstraße. Im rechten Gebäude befand sich das DRK; der unnötige Abriss dieses stattlichen Hauses ist in der Tat zu bedauern. Dort gab es eine Arbeitsgemeinschaft ‘Junge Sanitäter’, an der auch ich teilnahm. Auf dem Hof befand sich eine wundervolle, stark verzierte alte Holzlaube. Links, wo PKWs parken, befand sich bis ca. 1989 eine Tuchfabrik. Im Hintergrund stehen noch deren Nebengebäude. Sie wurde an einem Sonnabendvormittag gesprengt, damit die Straße bis zum nächsten Werktag freigeräumt werden konnte. Die Fläche war für höhere Weihen vorgesehen – ein SED-Parteihaus. In diesem Gebäudekomplex befanden sich einst u.a. die Tuchfabriken Heinz Herfarth und Gebrüder Kleinert. Letztere bestand bis 1960, einige Stoffmusterbücher existieren noch. Des Weiteren die Weberei Ernst Kleinert. Herfarth wurde 1972, wie alle noch privaten Industriebetriebe der DDR, enteignet. Einige Jahre später bekam er die Erlaubnis, das wohl noch einigen Cottbusern bekannte Stoffgeschäft an der Oberkirche zu eröffnen. Nach der Wende war er der erste Präsident der IHK Cottbus. Links steht das C&A-Kaufhaus auf der Fläche der ehemaligen Walke und Appretur Otto Huckenbeck.“ Herr Kleinert (Tel. 23770) sammelt Dinge der Textilindustrie von Cottbus und Umgebung, z.B. Stoffmusterbücher, Werbung, Firmenbelege, Firmenschilder, kleine Gerätschaften u.ä.
Auch Ramiro Lehmann vom Cottbuser Schulweg wusste: Wir blicken aus dem Park des Brandenburger Platzes Richtung Briesmannstraße. „Das Bild wurde nach 1994 aufgenommen, denn links ist das C&A-Kaufhaus zu sehen, das im Juni 1994 Richtfest hatte. Bedauernswert ist, dass vom schönen Park des Kaiser-Wilhelm-Platzes nur ein Grünstreifen blieb“.
Auch Frank Häder aus der Spremberger Straße in Forst (Lausitz) tippt auf „B) in Cottbus – links das C&A, rechts das Haus steht nicht mehr, der Parkplatz existiert auch nicht mehr, die Straße wurde verbreitert.“
Helga Jung aus der Hans-Beimler-Straße in Cottbus weiß: „Das Wohnhaus rechts wurde abgerissen und die Grünfläche gibt einen Blick auf die Neubauten am Ostrower Platz frei. Nun soll diese Fläche bebaut werden.“
Ulrich Meißner erinnert sich: „Genau gegenüber im Altbau befand sich in den 1950 Jahren (auch noch danach) das ‘Rote Kreuz’. 1958 machte ich dort meinen Erste-Hilfe-Lehrgang für die Motorradprüfung bei der GST. Über die Straße hinweg sieht man Reste der Tuchfabrik Herfahrt, die dem Erdboden gleichgemacht wurden. Dahinter steht noch das Gebäude der Enke-Fabrik in der Briesmannstraße. Dort haben wir als Kinder mit der Tochter der Familie Enke in den Papierkellern gespielt. Heute befinden sich im Fabrikgebäude schöne Wohnungen. Auch gegenüber auf dem freien Platz sollen in Zukunft Wohnungen entstehen.“
Günter Faßmann aus Cottbus erkennt an den Fenstern links „das Fitnessstudio ‘skyfit-Club Cottbus’”.
Klaus Reiter erinnert sich an „die Bezirksleitung des DRK. Chef war der Herr Krahlisch. Dahinter befindet sich der Ostrower Platz, wo man bei Straßenbauarbeiten einen Friedhof und Skelette aus dem 15. Jh. fand.“
Dr. Klaus-G. Thiemann aus der Wehrpromenade in Cottbus glaubt „In dem Gebäude hinter dem LKW müsste noch zu diesem Zeitpunkt der Blutspendedienst seinen Sitz gehabt haben.“ Günther Biallas aus der Louis-Braille-Straße hat gelesen, „dass die Freifläche von der GWC mit einer Wohnanlage bebaut wird.“
Auf das DRK-Haus geht auch Hans Erler aus der Cottbuser Parzellenstraße ein: „Es beherbergte in den 1960er Jahren das Bezirkskomitee des Deutschen Roten Kreuzes. Als hauptamtlicher Mitarbeiter dieser Organisation im Kreis Forst, wo ich verantwortlich für die Schulung und Ausbildung der DRK-Mitglieder und der Gesundheitshelfer in den Betrieben und LPGen war, besuchte ich monatlich die Arbeitstagungen auf Bezirksebene, die in diesem Gebäude stattfanden.“

Weitere Beiträge über das historische Cottbus finden Sie hier!



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