Ein Ehrenort für Turnvater Friesen war Ausflugsziel zu jeder Jahreszeit.

Damals War's: Die Friesenhöhe bei Sommerfeld war Ausflugsziel zu jeder Jahreszeit
Friesenhöhe bei Sommerfeld / Lubsko.

Mit diesem schön montierten Motiv aus einer Buchbinderei und Papierhandlung in Sommerfeld (heute Lubsko in der polnischen Niederlausitz) ist der einzigartige Fall eingetreten, dass kein Leser die richtige Lösung fand.

Mehrere Herren und Damen tippten auf Forst, einige auch auf Lübben. Gezeigt war aber die malerische Friesenhöhe, ein historisches Ausflugsziel im östlich gelegenen Sommerfeld. Benannt war die Anlage nach dem Turnvater Friedrich Friesen (1784-1814), einem engen Weggefährten des hier besser bekannten Friedrich Ludwig Jahn aus dem frühen 19. Jahrhundert. Am 12. August 1906 wurde dort ein Gedenkstein (siehe Foto) der Sommerfelder Turnerschaft für den Pädagogen und Pionier deutscher Turnkunst enthüllt. In dem schönen Gebäude befand sich ein beliebtes Casino-Restaurant. Heute entspricht der Standort in Lubsko etwa dem Bereich der heutigen Straße Ptasia 2.

Turnower Gedenkstein
Die Friesenhöhe bei Sommerfeld (Lubsko) mit dem gewaltigen Turner-Gedenkstein. Aufnahme vor 1910.

Der Ausflugsgasthof mit Garten und Veranstaltungsräumen wurde auf alten Ansichtskarten oft abgebildet. Die Gegend war beliebtes Naherholungsgebiet für Spaziergänger, im Winter auch zum Rodeln und sogar zum Skifahren. Ehemalige Sommerfelder könnten davon wissen, aber auch Ansichtskartensammler begegnen solchen Motiven. Allemal kann das Rätselbild zu einem Besuch der schönen Stadt Lubsko anregen. Nur zwei Kilometer entfernt liegt das Dörfchen Dolzig, Geburtsort der letzten deutschen Kaiserin Auguste Viktoria. Ihr Guts-haus ist leidlich erhalten.

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