Altes Cottbus: Die Geburtstagsnachricht vom Schloss

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Das Schloss (hier Nr. 1, in der Fragestellung Buchstabe B) war wichtig für den „Stadtgeburtstag“ am 30. November

Ein Rätsel zum Nachschlagen und eine bemerkenswerte Stadtsilhouette.
Das Rätselbild der etwas anderen Art hat vielen Lesern als Grafik gut gefallen, andererseits nahmen sie die Frage zum Anlass, mal wieder in ihren „gesammelten Werken“ zur Heimatgeschichte zu blättern. Dazu sollte unbedingt das Cottbus-Buch aus unserem Verlag, erschienen 2005, gehören; darin ist die Urkunde der Ersterwähnung unserer Stadt ganzseitig abgebildet. „Henricus castellanus de Chotibuz“ hatte am 30. November 1156 ein Geschenk bezeugt. Er war Herr auf dem Schloss, also musste Ihre Antwort „Buchstabe B“ lauten.
Wie immer waren viele dieser Antworten weit ausführlicher. Elfrun Liebig aus der Cottbuser Beethovenstraße gehörte zu jenen, die Material zum Nachschauen hatten: „Die Stadt ist 857 Jahre alt, für die Klosterkirche wird als Bauzeit um 1290 angenommen, das macht nur 723 Jahre. Beim Münzturm wird als Bauzeit die 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts angenommen, also ca 560 Jahre. Die Burg (Schloss) war im 12. Jh. Sitz eines Burggrafen (Kastellan). Henricus castellanus de Chotibuz wird 1156 als Vertreter der Reichsgewalt genannt.“
Auch Rosemarie Engelkind aus der Zielona Gora-Straße, die heute als Gewinnerin eines „Damals war’s“-Kalenders gelost wurde, nannte B. Ebenso Susanne Haupt aus der Inselstraße, die auch weiß, dass als Empfänger besagten Geschenks das Kloster auf dem Petersberg bei Halle genannt wird.
Auch Jürgen Klingmüller aus der Willy-Brandt-Straße ist sich sicher: „Da die Wendenkirche und die Stadtmauer erst nach 1156 errichtet wurden, ist nur die Lösung B möglich. Die Burg mit Schloss wird zwar urkundlich erst am 3. August 1301 erwähnt, aber mit dem Burgherren Heinrich ging sie wesentlich früher in die Geschichte ein.“
Georg Müller findet: „Die wunderschöne Lithografie nach einem Kupferstich mit der beigefügten Kronenhommage auf Kronprinz Friedrich Wilhelm und den preußischen König Friedrich Wilhelm I. versetzt den Betrachter in vergangenheitsbestimmte Nachdenklichkeit.“ Weiter: „Ein Volksstamm der Westslawen siedelte im Bereich des heutigen Cottbus so um 800 bis 1000. Jedenfalls versprach das Land gutes Fischen, Jagen und Ernten. Germanen aus dem Norden gesellten sich dazu, und da und dort errichteten sie Erdaufwallungen, befestigten sie burgähnlich mit Gräben und Palisaden, ganz nach Machart slawischer Burgen – so auch am heutigen Gerichtsberg. Ein deutscher Markgraf wurde bestellt, und so kam es eben auch zu dem Gründungspapier. Um die Burg regte sich weitere Siedlungstätigkeit, aber mit diesem Schloss fing das alles eben mal an.“

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