Forst: Altes Schmiedemeister-Grundstück

damals150502fo
Straßenansicht weckt alte Erinnerungen

Foto zeigt die Mittelstraße mit dem Handwerker Albert Kleemann:
Wolfgang Schenk schreibt: „Es ist die Mittelstraße mit dem Grundstück Kleemann – Schmiedemeister der Qualitätsarbeit. Nicht im Bild rechts daneben käme Kohlen-Orschel. Im großen Gebäude hinter Kleemann befand sich die HO-Eisdiele. Im Haus danach folgte das Atelier von Fotograf Michael und der verbotene Durchgang zur Bleiche. In den Häusern befanden sich auch noch ein Textilladen und an der Ecke Poststraße, nicht mehr sichtbar, die erste Nachkriegs-Buchausleihe mit einem guten Angebot von älterer Literatur, wo ich mein erstes Buch von Afrikaforscher Hans Schomburgk auslieh. Die Mittelstraße trifft im Bereich Eisdiele auf die Berliner Straße. Hier befand sich links auf der Spitze ein Pavillon mit Blumenverkauf, später Lotto und Zeitschriften. Links, nicht mehr im Bild, befanden sich Konsum-Möbel- und Modeartikelgeschäfte. Danach folgte Grögers Eisdiele mit Oblaten-Verkauf – sehr lecker. Es schließt sich das Gelände der Deutschen Post an. Das Postgebäude war 1945 ausgebrannt, wurde aber wieder aufgebaut. Weiter folgten Wohn- und Geschäftshäuser bis hin zur Gasanstalt mit vielen kleinen Läden wie Möbel und Wäsche. Hier hatte auch ein weiterer Fotograf sein Atelier: Foto Vietzke. Der gesamte auf dem Bild sichtbare Komplex wurde mit Neubauten überbaut, in dessen Zuge auch die Mittelstraße verschwand. Ein Teil der Neubauten am Berliner Platz ist im Bild sichtbar.“
Ingeborg Faustmann weiß: „Es ist die Mittelstraße. Das kleine Haus gehörte dem Schmiedemeister Herrn Kleemann. Und der Blick geht auf die Berliner Straße und Berliner Platz. Wenn man rechts um die Ecke kommt, war an der Ecke ein Eisladen mit Stufen-Eingang, dann kamen die schönen alten Häuser: Das Modegeschäft Seichter und im nächsten großen Haus befanden sich Taxi-Noack, Zahnarzt Schmidt, Foto-Michael. Und ein wenig extra der Friseursalon Büttner, dort habe ich gelernt. Damit war dies drei Jahre lang mein Weg. Danach folgen zwei weitere Geschäfte, dann ging die Poststraße ab, an der nächsten Ecke war das Haushaltswarengeschäft vom Konsum.“
An den Schmiedemeister erinnert sich auch Paul Klose. Er schreibt: „Auf dem Bild sieht man im Vordergrund einen Teil-abschnitt der früheren Mittelstraße. Das kleine Gebäude mit Einfahrt gehörte zur Schmiedewerkstatt des Schmiedemeisters Albert Kleemann. Vor diesem Gebäude rechts (im Bild nicht mehr sichtbar) befand sich die Tuchfabrik Haase. Gegenüber dem Gebäude des Schmiedemeisters befanden sich früher der Blumenpavillon und eine große Blautanne. In dem hohen Gebäude mit dem ungeputzten Giebel befand sich im Hochpaterre die HO-Eisdiele und Konditorei. Im Hintergrund sieht man die Berliner Straße mit dem heute noch vorhandenem Wohnblock und die Gebäude am ‘Berliner Platz’.“

Ein gerahmtes Foto gewonnen hat Paul Klose.
Herzlichen Glückwunsch!