
Auch in dieser Woche haben sich unsere Leser mit Erinnerungen gemeldet.
Herbert Gottschalk schrieb: „Das Bild ist vom Wasserturm aus aufgenommen worden und zeigt einen Teil der Sorauer Straße. Diese Straße geht vom Bahnhof bis zur Neiße. Dieser Teil auf dem Bild liegt zwischen Berliner Straße und der Badestraße. Die Häuser hier haben den 2. Weltkrieg unbeschadet überstanden.
Das hohe Haus mit dem stufenförmigen Giebel ist die Luisenschule, bis 1945 war sie das Mädchen-Lyzeum. Heute steht die Schule leer. Augenfällig sind auf dem Bild die vielen Fabrikschornsteine. Es gab in den besten Zeiten von Forst 127 Schornsteine. Das Bild zeigt deutlich Forst bis 1939, einst eine aufblühende Industriestadt. Von der berühmten Tuchindustrie bliebt nach der Wende nichts mehr übrig.“
Auch Thomas Methe wusste Bescheid: „Man sieht, dass Forst in der Vergangenheit eine ‘Stadt der vielen Schlote’ war. Das Bild ist eine Totalansicht vom Süden aufgenommen. Beeindruckend für so eine kleine Stadt wie Forst war dieses Bild schon. Das Vorhandensein der vielen?Schornsteine hatten einen Grund: Die meisten Fabriken hatten betriebseigene Kleinkraftwerke. Im Volksmund sagte man zu Forst deshalb ja auch ‘Deutsches Manchester’ bzw. ‘Stadt der Tuche’.
Der bekannteste Tuchfabrikant war Carl August Groeschke, er lebte von 1812 bis 1886. Auf dem Rätsel-Bild sieht man weiter hinten auch eine Kirche; es ist die Nikolai-Kirche, die heute in gut saniertem Zustand in der Gubener Straße steht. Die gesuchte Straße könnte die Berliner Straße sein, möglich wäre aber auch die Bahnhof- oder Leipziger Straße.“









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