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Spannende und ausführliche Zuschriften erreichten uns in dieser Woche.
Werner Koschack: „Das Rätselfoto zeigt die Gasstraße um ca. 1920 mit der Bahnüberführung Cottbuser Bahnstrecke und dem Bahnübergang der Breslauer Strecke (bis 1939 Fliegender Breslauer). Rechts sieht man das Gelände der Reichsbahn-direktion ‘Osten’ mit den Eisenbahnwerkstätten und dem Wasserturm. Im Hintergrund erkennt man die beiden Gasometer des Gaswerkes. Die Werkstätten wurden schon 1870 bis 1872 für die Eisenbahngesellschaften errichtet. Sie nannten sich Königliche Hauptwerkstatt. Es gab im Betriebsgelände eine Bahnunterführung für die Loks über eine Drehscheibe auf das Gelände des heutigen Sportplatzes der SV Lokomotive (im Vordergrund rechts zu sehen). Die Gleise dienten zum Abstellen der Wagons und Lokomotiven. 1924 brannte die Hauptwerkstatt aus. Das Areal wurde verkleinert und mit dem Vorhandenen wurde ein Oberbauwerk aufgebaut (OBW), welches noch später in der DDR Bestand hatte. Es war ein Instandsetzungsbetrieb für Gleisbaumaschinen und Lagerung von Obermaterial für die Bahn. 1994 wurde das ehemalige OBB in Guben geschlossen. Heute sind der MAS (Maschinen und Anlagen Service GmbH) und Handwerksbetriebe auf dem Gelände tätig. Nach dem Rückbau der Anlagen diesseits der Cottbuser Strecke ergab sich die Möglichkeit des Anlegens eines Sportplatzes. 1934 wurde die Einweihung des Sportplatz ‘Reipo-Platzes’ (Reichsbahn-Post-Platz) gefeiert. Nach 1946 war es die Spielstätte von Guben Mitte, später Rot-Weiß Guben, KWO-Guben und ab 1952 von Fortschritt Guben und Lok Guben.“
Werner Koschack weiter: „ Ab 1953 erlebte ich meine ersten Anfänge im Fußballspielen bei Fortschritt-Guben in der Jugend auf dem Reipo-Platz.“

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Das Bild aus der Sammlung von Gerhard Gunia zeigt die Königliche Hauptwerkstatt Guben, Abteilung Weichenbau 1914
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Gerhard Gunia schrieb: „Die Aufnahme zeigt die beiden Bahnübergänge nach Breslau (vorn) und Cottbus-Frankfurt (Brücke dahinter) vor 1914. Der Hauptteil wurde damals eingenommen vom großräumigen Areal der Königlichen Eisenbahnwerkstätte, eingeweiht im Juni 1870 in Richtung Wilkestraße. Um 1914 waren hier 700 Arbeiter und Beamte tätig, deren Aufgabe in der Instandhaltung der Lokomotiven, der Personen-, Post-, Gepäck- und Güterwagen bestand. Infolge guter Lohnverhältnisse waren die dortigen Arbeiter zumeist kaisertreu und zeigten sich in der stetigen Teilnahme an den Festzügen der Zeit, so beim Zwei-Kaiser-Denkmal 1898 am Markt. Allerdings standen die Gubener Sozialdemokraten diesen Ereignissen fern.“
Joachim Winkler ergänzte: „Die Breslauer Strecke wurde 1960 weiter nördlich verlegt, so dass die Gasstraße seitdem direkt in die Pestalozzistraße einmündet.“ In dieser Woche gewinnt Gerhard Gunia ein Guben-Bild. Herzlichen Glückwunsch!