damals070825_spbDie Lange Straße
Unsere Leser beweisen immerwieder große Sach- und Detailkenntnisse, wenn es um die Lösungen unserer Bilder geht.
Familie Dieter Herrmann hat uns ausführlich geschrieben: „Diese Aufnahme könnte etwa Anfang der 80er Jahre oder davor entstanden sein, auf alle Fälle aber vor der politischen Wende, besonders auffällig wegen der bestehenden Altbausubstanz der auf dem Bild von rechts nach links erkennbaren Gebäude. In gleicher Reihenfolge wie oben erwähnt, wurde Gebäude 3 und 4 abgerissen und durch ein völlig neuerbautes Wohn- und Geschäftshaus als einheitlich neuer Komplex erbaut, in dem eine Vorderansicht der ehemaligen Berg-Drogerie Kurt Polske mit eingebunden wurde. Zwischen dem rechtsseitig erkennbaren Gebäude und der Berg-Drogerie befindet sich die Amaliengasse. In diesen abgerissenen Gebäuden befanden sich einst das Kolonial- und Gemüsegeschäft Schiemenz und die wohl allen älteren Sprembergern bekannte Konsumverkaufsstelle. Vieles könnte ich zum Thema Lange Straße noch berichten, bin ich doch in der in unmittelbarer Nähe liegenden Jüdenstraße geboren. Ich erinnere mich noch besonders daran, dass einmal in der Woche nach den Kriegsjahren auf der Straße ein Brotverkauf stattfand. Initiatorin war damals die Geschäftsinhaberin Frau Schiemenz.“
Im Redaktions-Briefkasten lag aber auch noch eine Karte von Helga Reichstein: „Die gute alte Geschäftsstraße mit dem Konsum „Lebensmittel Gemüse Fisch“, der Drogerie Polske und dem Textilgeschäft Tillack. Bei Polske und Tillack bin ich sehr gern Einkaufen gegangen, habe hier immer das Beste bekommen, was ich wollte. Das waren damals noch Handelskaufleute im Gegensatz zu Heute. Es war eben nicht alles schlecht, denn es gab auch gute Seiten im alten Spremberg.“