In der Oberkirche kamen vom Alkohol Freigewordenen und ums Freiwerden Kämpfenden aus dem Lande Brandenburg zusammen. Es war eine Begegnung und ein Aufrüsten für alle, die durch totale Abstinenz dem Laster Alkohol den Rücken gedreht haben und damit den grausamen Aus- und Nach- und Nebenwirkungen nicht mehr ausgesetzt sind. Referenten, die in dieser Rettungsarbeit engagiert sind, oder sogar selbst auch Angebundene waren, boten Anregungen zur Aufklärung, zum Nachdenken und zur Diskussion. Alle die schon ein Jahr und länger frei sind, wurden nach vorn gebeten, und sangen zum Zeugnis ihres Gerettetseins das „Lied der Geretteten“. Sechs Verse mit jeweils dem Kehrreim: „Jesu Liebe kann erretten, seine Hand ist stark und treu; er zerbricht der Sünde Ketten, und macht alles, alles neu.“ Obwohl ich seit 1956 in dieser „Trinkerrettungsarbeit“ stehe und dies alles kenne, hat mich der Anblick dieser sehr großen fröhlich singenden Gruppe geretteter Männer und Frauen zutiefst bewegt. Der Fachvortrag von Professor Dr. Lothar Schmidt war der Höhepunkt aller Angebote. Das Thema hieß „Rückfall – Warnsignale erkennen.“ Kein Freigewordener ist sicher vor einem Rückfall, auch nicht nach 40 Jahren Freiheit. Darum ist es wichtig, die Warnsignale in uns selbst zu erkennen und danach zu handeln. Auch ein schon 19 Jahre Freier kam mit seinem Selbstzeugnis zu Wort.
Betroffenen oder Angehörigen mache ich Mut für unsere wöchentlichen Treffs als Selbsthilfegruppe, an jedem Mittwoch in der Saarstraße 2 von 19 bis 21 Uhr.
Ihr K. Vollprecht, Cottbus












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