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Blütenfülle auf dem Sommergrab

25. Juni 2021 | Von | Kategorie: Trauer |

Ökologische Vielfalt auf Friedhöfen: Ein Grab in Blütenpracht ist ein Fest für Insekten.

Sommergrab

Insekten und Pflanzen sind ein eingespieltes Team: Jede Pflanze hat eine Funktion, jedes Insekt eine Vorliebe. Je bunter bepflanzt ein Grab ist, desto besser. Foto: I. Kilian

Region (MB). Eine Grabbepflanzung aus vielen nektar- und pollenreichen Beet- und Balkonpflanzen sowie ein paar Stauden geben den ganzen Sommer über ein ideales Potpourri für Bienen und andere Insekten ab.
So erweisen sich beispielsweise die Fächerblume (Scaevola), der Zauberschnee (Euphorbia), der Zweizahn (Bidens) oder die Strohblume (Bracteantha) immer wieder als echte Insektenmagnete. Beim Zweizahn locken vor allem die weiß- und rosablühenden Sorten Insekten an. Diese Blütenfarben werden stets mehr besucht als die rot-gelben oder gar rein gelben
Bidens-Blüten. Aber auch Stauden, wie Lavendel oder das bodendeckende Efeu und sogar Kräuter, wie Salbei, der gerne als Strukturpflanze auf dem Grab verwendet
wird, tragen dazu bei, dass ein Grab bienenfreundlich bepflanzt ist.
Lebenswichtig für alle Insekten ist zudem eine Blüten-Konstanz vom Frühjahr bis in den späten Herbst. Wer nach dem Sommerflor das Grab seiner Angehörigen neu bepflanzt, der sollte auch im Herbst auf Blütenschmuck achten. Glockenheide (Erica), Christrose (Helleborus), Funkie (Hosta) oder Herbstaster bieten dann ein ausreichendes Futterangebot.
Nicht nur durch Grab-Bepflanzung und Wechselbepflanzung tragen Angehörige und Friedhofsgärtner zu einer ökologischen Vielfalt auf Friedhöfen bei, sondern auch durch ihre gärtnerbetreuten Grabfelder wie dem „Memoriam-Garten und „NaturRuh – Natürlich erinnern“ haben die Friedhofsgärtner vor Ort ein abwechslungsreiches Angebot an Stauden und Gehölzen ausgewählt und eine blütenreiche Kulisse gezaubert. Und damit Orte der Trauer geschaffen, die die Seele der Besucher streichelt und für viele Insekten den Tisch deckt. Übrigens ist neben insektenfreundlichen Pflanzen auch das Aufstellen von Futterstellen, Nistkästen oder Insektenhotels immer eine schöne Idee. Ziel ist es, mit aller Unterstützung das gesamte „Ökosystem Friedhof“ auf gesunde Füße zu stellen und unsere Friedhöfe nicht nur zu Orten der Trauer, sondern auch zu lebendigen Oasen für Mensch und Tier zu wandeln.
Ihr Friedhofsgärtner vor Ort und die Treuhandstellen für Dauergrabpflege unterstützen gerne und stehen bei allen Fragen zur Verfügung.

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