Bitte aktiviere / Please enable JavaScript![ ? ]
Endlich wieder reisen - Was aber wenn der Flieger zu spät abhebt? - Märkischer Bote Endlich wieder reisen - Was aber wenn der Flieger zu spät abhebt? Endlich wieder reisen - Was aber wenn der Flieger zu spät abhebt?Märkischer Bote
Dienstag, 9. August 2022 - 22:06 Uhr | Anmelden
  • Facebook

header-logo

Überwiegend klar
23°C
 
epaper
Anzeigen

Endlich wieder reisen – Was aber wenn der Flieger zu spät abhebt?

Recht & Finanzen | Von | 8. Juli 2022

Verspätung am Flughafen

Gerade in diesem Jahr heben viele Flugzeuge verspätet ab. Fluggäste sollten sich daher über ihre Rechte bewusst sein. So regelt die EU- Fluggastrechteverordnung mögliche Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen Foto: pixabay

Region (MB). Endlich wieder ohne Beschränkungen reisen: Viele nutzen die Chance, im Urlaub wieder fremde Länder oder Kontinente kennenzulernen. Die vermeintlich schönste Zeit im Jahr birgt trotzdem immer noch Tücken. Gerade in diesem Jahr heben viele Flugzeuge verspätet ab. Was ist zu tun, woran müssen Betroffene denken?
Mit welchen Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen betroffene Passagiere rechnen können, regelt die EU- Fluggastrechteverordnung. Sie greift, wenn die Airline für die Verspätung verantwortlich ist. Erreicht das Flugzeug mit mehr als dreistündiger Verspätung den Zielflughafen, haben Passagiere in der EU einen Anspruch auf Ausgleichszahlungen. Die Entschädigungssummen bewegen sich in einem Rahmen von 250 bis 600 Euro. Wie hoch die Entschädigung ausfällt, hängt allein von der Länge der Flugstrecke ab. Der Ticketpreis spielt keine Rolle. Ausschlaggebend ist, dass Flüge in der EU landen oder starten. Für ankommende Flüge gilt, dass die Airline ihren Firmensitz in der EU haben muss. Hin- und Rückflug sowie jede Teilstrecke sind gesondert zu betrachten.
Ab einer dreistündigen Verspätung können Passagiere also mit einer Ausgleichszahlung rechnen, wenn nicht außergewöhnliche Umstände, wie beispielsweise extreme Wetterbedingungen oder Streik, den Start unmöglich gemacht haben. Doch selbst, wenn die Ausgleichszahlungen entfallen, sieht die Fluggastrechteverordnung vor, dass die Airline den Passagier mit Mahlzeiten, Getränken und kostenlosen Telefonaten unterstützt bzw. ihm eine Kontaktaufnahme über andere Kommunikationskanäle ermöglicht. Die Unterstützung durch die Fluggastrechteverordnung schließt notfalls auch eine kostenlose Hotelunterbringung mit ein.
Um seine Rechte im Nachhinein durchsetzen zu können sollten Passagiere Mängel detailliert dokumentieren. Neben dem Festhalten von Datum und Uhrzeiten gehört dazu die Begründung der Airlines für die Verspätung des Fluges. Zudem sind die Adressen von Zeugen hilfreich. Auch Pauschalreisenden stehen die Ansprüche nach der EU-Fluggastrechteverordnung zu. Zusätzlich steht es Passagieren offen, vom Reiseveranstalter noch eine Entschädigung für entgangene Urlaubsfreuden zu verlangen. Bei der Durchsetzung beider Ansprüche hilft die Rechtsschutzversicherung. Gerade Letzteres lässt sich oft nur mit Hilfe eines Anwalts durchsetzen.

Weitere Beiträge aus unserer Region finden Sie hier!



Anzeige

Kommentar schreiben

Kommentar


Das könnte Sie auch interessieren: