Lebensretter made in Cottbus

Der Physiker Dr. Christoph Burghardt erläutert hier die Funktionsweise der in Cottbus entwickelten Gefahrenmelder, die auch vor giftigen Brandgasen schützen Foto: Mathias Klinkmüller

Physiker entwickelt Gefahrenmelder, der vor giftigen Brand-Gasen schützt

Cottbus (mk). Ein Schreckensszenario in der Nacht: Kohlenmonoxid und Kohlendioxid sind zwei Gase, die bei Bränden entstehen. Lange bevor der Rauchmelder Alarm gibt, entstehen diese giftigen Gase. Erklingt der Alarm, kann der schlafende Bewohner bereits bewusstlos sein. Das Alarmsignal somit zwecklos. Den Physiker Dr. Christoph Burghardt ließ dieses Szenario nicht in Ruhe. So entwickelte er als Inhaber mit „Blue Climate Sensors“ einen Gefahrenmelder der frühzeitig Brand- und Gefahrensituationen erkennt.
Das Unternehmen im Cottbuser Technologie – und Industriepark hat viel Zeit im Labor verbracht, um Sensoren zu entwickeln, die Leben retten. „Gerade beim raucharmen Schwelbrand zu Beginn einer Feuer-Entwicklung entstehen die giftigen Gase. So bleiben die optischen Rauchmelder stumm. Wertvolle Zeit verstreicht“, sagt Dr. Christoph Burghardt.
Die Einführung der Brandmelderpflicht hat nicht zu einer Senkung der Opfer von Wohnungsbränden geführt. 500 bis 600 Menschen sterben in Deutschland jährlich bei einem Wohnungsbrand. Auf die Gefahrenmelder made in Cottbus hingegen ist Verlass in der Not. Denn neben dem Erkennen von Brandgasen, ist den Entwicklern hier vor allem ein weiterer Punkt ganz wichtig: Zuverlässigkeit. Fehlalarme durch Wasserdampf, Bratendunst oder Insekten sollen zur Vergangenheit gehören. So hält der Experte die Empfehlung vieler Hersteller optischer Rauchmelder, die Warngeräte nicht in der Küche zu installieren, für wenig sinnvoll. „Gerade in der Küche gibt es eine hohe Energiedichte. Ob Toaster oder heiße Herdplatte – hier sind unzählige Brandmöglichkeiten zu finden“.
Nach dem TÜV-Siegel vor einem Jahr  ist nun der „bcs Gefahrenmelder“ marktreif. Statt mit unzuverlässigen Batterien werden diese Melder per Strom betrieben. Der Clou: Die netzwerkfähigen  Helfer können dabei den Brand per akustischem Alarm im Haus, zum Smartphone oder zur Leitstelle melden sowie auch gleich zur Bekämpfung des Feuers beitragen. Hierzu wurden in Cottbus eigene Sprinkler entwickelt, die den Brand ohne großen Wassereinsatz löschen können.
Auch die Fertigung der „bcs Gefahrenmelder“ erfolgt im  Cottbuser Technologie- und Industriepark. Zu finden ist das Unternehmen in der Burger Chaussee 25.