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Forst: Ankämpfen gegen den Kaufkraftverlust

Forst & Döbern | Von | 15. April 2016

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Die Cottbuser Straße gehört neben der Berliner Straße zu den Einkaufsmittelpunkten der Stadt. Die Einzelhändler sind sich darin einig, dass dieses Zentrum gestärkt werden muss, um weiter attraktiv für Kunden zu bleiben. Mit der Fortführung des Einzelhandelskonzeptes sollen vor allem auch Fördermittel eingeworben werden Foto: Mathias Klinkmüller

Forster Händler setzen auf eine starke Mitte:
Forst (mk). Die Fakten liegen auf dem Tisch. Eine Prognose zeigt, dass die Stadt Forst bis zum Jahr 2025 einen Kaufkraftverlust von zehn Prozent hinnehmen muss. Immer weniger gut verdienende Einwohner aber dafür immer Ältere sorgen für diese Zahl. Mit der Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes soll dieser Entwicklung nun gegengesteuert werden. Kern des Konzeptes ist das Festhalten an einer Definition des Innenstadtbereiches. Dieses umfasst im Wesentlichen die Berliner und die Cottbuser Straße, wie Andreas Wolff vom Forster Gewerbeverein erklärt. Inwiefern auch der Markt zu diesem Zentrum gehören könnte, ist noch nicht abzusehen. Hier müsse erst die bauliche Entwicklung abgewartet werden. Hierbei wird unter der Frage was das Zentrum braucht und was nicht, auch darauf geschaut, welches Produktangebot für ein Zentrum relevant ist. Dabei umreißt das Einzelhandelskonzept mehrere Handlungsfelder. Bei der städtebaulichen Gestaltung geht es etwa um die Barrierefreiheit oder einen Platz für die Schwarze Jule. Um die Entwicklung von Frei- und Grünanalgen sowie ein Augenmerk auf die Sicherheit geht es beim Handlungsfeld Aufenthaltsqualität im öffentlichen und privaten Raum. Zudem steht die Schaffung eines einfachen Leitsystems auf dem Plan. Ein weiterer Aspekt ist das Multifunktionale Stadtzentrum. Das Bewerben von Marktzeiten oder die Entwicklung eines deutsch-polnischen Marktes gehören hier zum Thema.
Festgehalten wird auch am Veranstaltungskalender sowie einer attraktiven Touristinformation. Als Kümmerer für Zentrumsaktivitäten wurden der Seniorenbeirat, der Behindertenbeirat, der Präventionsrat, das lokale Bündnis für Familie sowie der Gewerbeverein benannt.



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Kommentar

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Artikel verwundert mich gleich aus mehreren Gründen. Zum einen finde ich erstaunlich, wer in Forst als Kümmerer für Zentrumsaktivitäten genannt wird. Das sollen der Seniorenbeirat, der Behindertenbeirat, der Präventionsrat und das lokale Bündnis für Familie sein. Allein der Gewerbeverein vertritt einige der Betroffenen. Wo bleiben die, die wirklich Einfluss haben, die Stadtverwaltung, die anderen Geschäftsleute und die Vermieter? Die Anwohner scheinen ebenfalls außen vor zu bleiben. Mich wundert auch, dass man sich beim Thema Kaufkraftverlust nur auf die zwei genannten Straßen konzentriert. Was ist mit den anderen Geschäftsleuten, mit den anderen Supermärkten und Disountern, mit OBI und anderen? Lässt man die links liegen?

Es ist die Rede von einem Einzelhandelskonzept. Ich kann beim besten Willen beim Gang durch die Berliner und die Cottbuser Straße keines erkennen. Ich kann aber erkennen, dass die Einzelhändler in ihrer übergroßen Mehrheit gar kein Interesse an uns Kunden hat. Zumindest wirken die Schaufenster so. Die sehen in vielen, in zu vielen Fällen so aus, als ob noch Konsum und HO das Sagen haben. Das man mit Kunden freundlich umgeht, hat sich auch nur bei wenigen Händlern rumgesprochen.

Ich hole häufiger hinterlegte Pakete in Geschäften ab. Dabei komme ich mir immer vor wie jemand, der gerade bei der Pause stört. Noch nie wurde ich beispielsweise auf das Angebot des Geschäftes hingewiesen. Dagegen hatte ich auch hier das Gefühl, in einem staatlichen DDR-Geschäft zu stehen. Um es kurz zu sagen, weder ein Schaufensterbummel, noch ein Einkauf macht wirklich Spaß. Komischer Weise sind die Großen wie Kaufland oder OBI hier die, die zeigen, dass es auch anders geht. Ausnahmen sind auch der Fahradladen und der Fischhandel. Etwas wenig für ein attraktives Einkaufszentrum in Forst.

Und da ist auch noch der Markt. Ich weiß nicht, wer für dessen Gestaltung und die Platzierung der Stände zuständig ist. Doch egal wer, derjenige hat keine Ahnung. Das musste ich am vergangenen Sonnabend wieder feststellen. Ich habe wirklich noch keinen ungemütlicheren Markt erlebt, wie den in Forst.

Viel Arbeit für die, die Kaufkraft in Forst halten wollen. Denen wünsche ich wenigstens einige vernünftige Ideen. Gern steuere ich einige bei.

Helmut Harff
Groß-Schacksdorf/Waldsiedlung


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