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Cottbuser Wassersportler wollen endlich den Begeisterungs-Funken zünden - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Cottbuser Wassersportler wollen endlich den Begeisterungs-Funken zünden

27. November 2015 | Von | Kategorie: Cottbus |

Cottbuser Wassersportler wollen endlich den Begeisterungs-Funken zünden

Viel Spaß hatte das Team des Märkischen Boten bei den Neuhausener Wasserfestspielen am Spremberger Stausee in diesem Jahr. Drachenbootrennen sind nur eine von vielen Möglichkeiten, die sich Cottbuser Wassersportvereine für eine sportliche Nutzung des künftigen Cottbuser Ostsees vorstellen können. Doch noch ist unklar, ob der See überhaupt ein Sportsee werden soll. Ein Ostseesportverein will nun für eine sportliche Nutzung werben Foto: Stephan Klinkmüller

Ein Ostseesportverein möchte ab kommendem Jahr Visionsgeber für die neue Attraktion der Stadt sein:
Cottbus (mk). Die Ruhe um die Gestaltung des künftigen Cottbuser Ostsees sorgt für Unruhe. Nicht allein die umliegenden Gemeinden, die eifrig Ideen entwickeln, sondern auch die Wassersportler der Stadt verweisen darauf, dass die Zeit drängt. Wird der See ein Erholungssee oder ein See für Wassersportler? Wann nimmt ein Ostseemanager seine Arbeit auf? Wo bleiben die Visionen für den See?
„Der Cottbuser Ostsee trägt nicht umsonst diesen Namen“, sagt der Geschäftsführer des Stadtsportbundes, Tobias Schick. Er ist fasziniert davon, dass die Stadt bald einen eigenen See hat, und zwar einen riesigen See. Doch den Funken der Begeisterung für diesen See sieht er bei den Cottbusern noch nicht entfacht. „Die Leute müssen sagen: Das ist unser See“, wünscht er sich eine stärkere Identifikation. Die Wassersportler der Stadt treffen sich bereits regelmäßig, um ganz konkrete Vorschläge vorzubringen. „Doch wem überbringen sie diese Vorschläge, und wer nimmt sich dieser an?“, fragt Tobias Schick, der die Erfahrung und Begeisterung der Sportler nicht versiegen lassen möchte und deshalb bereits die Gründung eines Ostseesportvereins im kommenden Jahr vorbereitet.

Cottbuser Wassersportler wollen endlich den Begeisterungs-Funken zünden

Auf der Merzdorfer Seite gibt es am künftigen Cottbuser Ostsee bereits ein Schiff. Allerdings ist dieses eher als Hingucker, denn als Sportboot gedacht Foto: Mathias Klinkmüller

Getrieben wird der künftige Verein von dem Gedanken, dass der Wassersport für diesen See identitätsstiftend sein kann. „Es gibt zu wenig Seen in Deutschland, auf denen schnell mit Booten gefahren werden kann“, hebt der Geschäftsführer hervor. Spaß-Sportarten wie Wasserski oder Jetski sind möglich. In den nächsten ein bis zwei Jahren muss aber zunächst definiert sein, ob dieser See Erholung oder Sport bieten soll, sagt der Sportbund-Chef. Er selbst sieht in einem Sportsee einen guten Gegenpol zum Spreewald. Schließlich ist es auch wichtig, Investoren für den See ins Boot zu holen. Natürlich braucht der See auch Ruhezonen, sind sich die Wassersportler einig. Diese Ruhe brauchen unter anderem auch die Ruderer oder Nachwuchssportler.
Zudem steht auf der Wunschliste der Wassersportvereine eine Verbindung zwischen dem Hammergraben und dem Ostsee. Von der Spree in den See könnten dann neben den Fischen auch die Kanu-Fahrer gelangen. Eine Wellenprognose zeigt bereits, dass auch die Schaffung einer Insel als Wind- und Wellenschutz für den Wassersport nötig ist. Die geplanten wechselnden Wasserstände hingegen könnten zum Problem werden. Hier sind Schwimmsteganlagen erforderlich. Eine Regattastrecke für Rudern und Kanusport ist aufgrund der Wassertiefe nicht möglich. Hierfür schlagen die Wassersportler den Klinger See vor. Dieser könnte mit dem Cottbuser Ostsee verbunden werden. Der Höhenunterschied ermöglicht  eine attraktive Wildwasserbahn, sind sich die Wassersportler einig. Am Ende entscheidet das Geld über die Ideen, wissen auch die Wassersportvereine. Dennoch halten sie es für wichtig, bereits heute Visionen zu entwickeln. Schließlich soll der Cottbuser Ostsee eben auch überregional ein Zugpferd für die Region sein.
Derzeit überlegt der Stadtsportbund bereits mit Aktionen wie Radsport oder Läufen vor Ort, den See stärker in das Bewusstsein der Bürger der Region zu rücken. Ziel des Vereins ist es zudem, nach der Freigabe des Sees einen Anlaufplatz für die Wassersportler zu haben. Hier muss Infrastruktur geschaffen werden, die nach Möglichkeit auch im Eigentum des Vereins ist, um Planungssicherheit zu haben, wünscht sich Tobias Schick.




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