Ab 29. Juni sind die Wasserflächen vernetzt.

Region (MB). In der jüngsten Vorlesung des Wasser-Cluser-Lausitz e.V. und der Brandenburgischen Technischen Universität behandelte Philipp Soltau von der LMBV das Thema “Fünf Seen -ein Verbund: 30 Jahre Arbeit an der Restlochkette im Lausitzer Seenland”. Einen Meilenstein erreicht die Region am 29. Juni: Dann werden erstmals fünf schiffbare Seen durch Kanäle miteinander verbunden sein.
Eine Landschaft hat ihr Gesicht verändert. Aus den stillgelegten Tagebauen zwischen Spreewald und Görlitz entstehen neue Landschaften und neue Seen. An den jahrzehntelangen Kohlenabbau wird nahezu nichts mehr erinnern. Geierswalder, Partwitzer, Sedlitzer und Großräschener See bilden gemeinsam das Herz des Lausitzer Seenlands. Knapp 100 Quadratkilometer ehemalige Bergbauflächen waren durch die LMBV wieder nutzbar zu machen. Seit Anfang der 90er Jahre gab es großflächige Verdichtungsmaßnahmen zur Sicherung von Kippen und Uferböschungen. Über die Hälfte des Tagebaugebiets waren als künftige Seenflächen zurückgeblieben. Um eine schnelle Flutung der Tagebaurestlöcher zu erreichen, wurden die Seen durch Überleiter und Regulierungsbauwerke hydraulisch verbunden. Mit dem Durchströmen wird zum einen die Wasserqualität verbessert, zum anderen sind die Kanäle mit den Schleusen und Brücken wassertouristisch nutzbar.
Das Lausitzer Seenland verwandelt sich in ein Urlaubsparadies. Mit der Entstehung einer einzigartigen Wasserwelt wächst hier Europas größte künstliche Seenlandschaft heran. Der Seenverbund wird den Senftenberger, Geierswalder, Partwitzer, Sedlitzer und Großräschener See umfassen. Zusammen ergibt sich eine für jedermann nutzbare Wasserfläche von etwa 5.300 Hektar.
In der Vorlesung werden die geotechnischen und wasserwirtschaftlichen Maßnahmen sowie die öffentlich-rechtlichen Rahmenbedingungen von der einstigen Vision bis zur Realisierung aufgezeigt.
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