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Kinder nehmen Straßenverkehr anders wahr

12. Juni 2015 | Von | Kategorie: Region |

Kinder nehmen Straßenverkehr anders wahr

Unbeschwert auf dem sicheren Radweg in Leuthen sind diese Kinder unterwegs. Radfahren können und Gefahren einschätzen können, sind aber zwei verschiedene Dinge. Dies hängt neben der Verkehrserziehung vor allem vom Alter des Kindes ab. Ab einem Alter von elf Jahren orientiert sich ein Kind nach hinten Archivfoto: ha

Deutsche Verkehrswacht: Erst ab acht Jahren können Kinder Gefahren im Entstehen erkennen:
Region (MB). : Kinder zählen zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern. Nicht nur körperlich, sondern weil sie den Straßenverkehr bis ins Jugendalter hinein anderes wahrnehmen als Erwachsene. Für eine richtige Verkehrserziehung müssen Eltern lernen, die Leistungsfähigkeit ihrer Kinder im Straßenverkehr richtig einzuschätzen.
Denken in Bildern
Bis ins Grundschulalter hinein denken Kinder maßgeblich in Anschauungen und Bildern. Sie lernen hauptsächlich situationsbezogen und können ihre Erfahrungen – auch Lernerfahrungen – noch nicht von einer Situation auf eine andere übertragen. Für ihr Verhalten im Straßenverkehr bedeutet dies, dass sie eine richtige Verhaltensweise, die sie in einer speziellen Situation anwenden, nicht unbedingt in einer anderen Situation anwenden können, wo dieses Verhalten auch angebracht wäre. Ihr Wissen ist noch nicht abstrakt verfügbar, sondern an die Situation geknüpft.
Eigener Blickwinkel
Hinzu kommt, dass es Kindern im Grundschulalter schwerfällt, die Perspektive von anderen Menschen einzunehmen. Sie sehen ihre Umgebung lediglich aus ihrem Blickwinkel und können noch nicht erkennen, was andere Menschen vorhaben und wie sich Situationen entwickeln. Daher kann man in diesem Alter noch nicht von einem ausgebildeten Gefahrenbewusstsein ausgehen, und in der Tat erkennen Kinder Gefahren oft erst immer allerletzten Moment, wenn es zu spät ist.
Zudem lassen sich Grundschulkinder noch schnell von externen Reizen ablenken. Sich über längere Zeit auf etwas zu konzentrieren oder Mehrfachanforderungen zu bewältigen, fällt ihnen schwer. Entfernungen und Geschwindigkeiten können nur die wenigsten von ihnen einschätzen.
Späte Rückschau
Erst ab einem Alter von etwa acht Jahren können Kinder Gefährdungen im Entstehen erkennen und entsprechend reagieren. Ihr Sichtfeld erweitert sich, zudem beginnen sie, ihr Gehör im Straßenverkehr bewusst einzusetzen. Ab ungefähr neun Jahren können Kinder bewusst so handeln, dass sie keine gefährlichen Situationen hervorrufen. Erst mit elf Jahren beginnen sie, sich auch nach hinten zu orientieren.
Je nach Entwicklungsstufe fällt es Kindern folglich leichter oder schwerer, sich im Straßenverkehr sicher fortzubewegen. „Für Eltern ist es wichtig, dass sie ihr Kind nicht überfordern und mit ihm über sein Verhalten im Straßenverkehr reden“, erläutert Prof. Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht (DVW) und Bundesminister a.D. „Üben Sie mit ihrem Kind die alltäglichen Wege regelmäßig und achten Sie darauf, dass die Strecke nicht zu komplex ist.“




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