
Bei der Hoklapnica in Sielow wird der Stolz auf das Erschaffene betont:
Sielow (mk). Sätze wie „Wir sind stolz auf unser schönes Sielow“, „Wir können mit angeschwellter Brust gehen“ oder „Hier ist etwas geschaffen worden“, verdeutlichen die Zufriedenheit des Dorfes. Ortsvorsteher Bernd Rosumeck hat diese Sätze auf der Sielower Hoklapnica ausgesprochen. Aus 1700 Einwohnern im Jahr 1990 sind heute 3547 Einwohner geworden. Seit vergangenem Jahr sorgt Breitband für ein schnelles Internet im Cottbuser Ortsteil. Auch in die Infrastruktur wurde investiert. Abgeschlossen ist das Bauvorhaben Döbbricker Straße, der Schimmelgraben ist rekultiviert und als absoluter Höhepunkt wurde die sanierte Sporthalle der Grundschule übergeben. „In Summe gesehen, können wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein“, erklärt der Ortsvorsteher wohlwissend, dass auch andere Ortsteile Wünsche haben und es um den Cottbuser Haushalt nicht zum Besten steht. Auch um das Vereinsleben ist Bernd Rosumeck nicht bange, Allein die SG Sielow zählt 341 Mitglieder. Auch hier viel Lob: „Die Ausstattung des Vereins kann sich sehen lassen“. Gleiches gilt für die Freiwillige Feuerwehr. Mit 20 Kindern und Jugendlichen gibt es hier keine Nachwuchssorgen. Seit dem 1. Januar ist der alte und neue Ortswehrführer Hendryk Clemens wieder in der Verantwortung. Freuen konnten sich im vergangenen Jahr auch die Kinder der Kita „Mato Rizo“. Die neugestaltete Außenanlage krönt ein Kletter- und Rodelberg. Langanhaltenden Applaus gab es für einen weiteren Anpacker im Ort. Der ehemalige Ortsvorsteher Ulli Günther wurde für sein gesellschaftliches Engagement als Sielower des Jahres ausgezeichnet. Bernd Rosumeck erklärt: Vor dem was Ulli hier im Ort geleistet hat, ziehe ich meinen Hut“.
Auch die Traditionspflege hat im Dorf einen wichtigen Stellenwert. Bereits am Sonntag ist dies zu erleben. Die Teilnahme der Interessengemeinschaft Karneval im Bürgerverein Sielow beim „Zug der fröhlichen Leute“ ist eine lange Tradition. Ein großer Wunsch wird immer wieder zur Hoklapnica geäußert: die Schaffung einer Begegnungsstätte für die Bürger. Im Gasthof Sielow soll diese Stätte entstehen. Neben einer aussagefähigen Konzeption ist aber auch die spätere Betriebsfähigkeit eine Herausforderung, die gestemmt werden muss. „Man kann ja träumen“, sagt Bernd Rosumeck. Streit gibt es wie in jedem anderen Dorf auch. So sind die Poller in der Ströbitzer Straße sehr umstritten. Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch möchte hier vermitteln.
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