Neue Glockenaufhängung für die Stadtkirche Drebkau

Stadtkirche Drebkau erhält Förderung.

Drebkau (MB). Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt den Austausch der Glockenaufhängung (Glockenjoch) und der Glockenklöppel der Stadtkirche in Drebkau mit 7.000 Euro.

Möglich ist das dank der Unterstützung der privaten Förderer der DSD. Die Erneuerung der eingebauten Stahljoche ist nötig, da diese aufgrund ihres Gewichts zu ungünstigen Schwingungen führen, die die Glockenkronen und die Turmsubstanz schädigen können. Durch den Ersatz mit traditionellen Holzjochen kann die Belastung für Turm und Geläut reduziert werden. Ein Joch aus Holz verhindert zudem die Übertragung des Schalls in den Glockenstuhl, so dass sich der Klang der Glocke besser und voller entfalten kann. Neben den Glockenjochen werden auch die Klöppel ersetzt.

Die neuen Klöppel sind in Form und Gewicht den historischen Klöppeln nachempfunden, im Anschlag weicher und schonen so die Glocken. Die drei Glocken der Drebkauer Stadtkirche sind aus Bronze gefertigt und zählen zu den ältesten original erhaltenen Bronzegeläuten südlich von Berlin. Zwei der Glocken stammen aus dem Jahr 1714, die große Glocke wurde 1750 gegossen. Auf der mittleren Glocke ist die bewegte Geschichte des Geläuts festgehalten: Zweimal durch Brände beschädigt und neu gegossen, wurde es wiederhergestellt. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die kleine und die mittlere Glocke für die Rüstungsindustrie beschlagnahmt, blieben aber unangetastet. Nach Kriegsende konnten die Glocken wiedergefunden und an ihren ursprünglichen Platz zurückgebracht werden.

Die geplanten Arbeiten sind denkmalpflegerisch geboten und sichern die Funktionsfähigkeit des historischen Geläuts. Die Stadtkirche in Drebkau ist eines der mehr als 770 Denkmale, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale bisher in Brandenburg fördern konnte.

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