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Neue Technik auch im Kunstgussmuseum Lauchhammer

12. April 2019 | Von | Kategorie: Senftenberg & Seenland |

Die Museumswelt wird digital erlebar- dank der Unterstützung durch die Sparkasse Niederlausitz.

Neue Technik auch im Kunstgussmuseum Lauchhammer

Museumspädagogin Antje Schneider (l.) und Kustorin Zarina Gatina demonstrieren das bequeme Abrufen der Erläuterungen zu den Ausstellungsstücken mittels QR-Code | Fotos: Axel Matz

Lauchhammer (am/jk). Zugegeben – vielleicht kann nicht jeder etwas mit den seltsam gestalteten schwarz-weißen Quadraten anfangen, die auf vielen Werbetafeln oder Verpackungen zu finden sind. Gemeint sind die sogenannten QR-Codes. QR steht für „Quick Response”, also „schnelles Antworten“ oder „schnelles Reagieren“. Sie funktionieren ähnlich den Barcodes oder Strichcodes zum Beispiel an einer Supermarktkasse und beinhalten verschlüsselte Informationen.
Was hat das Ganze nun mit dem Kunstgussmuseum in Lauchhammer zu tun? Ganz einfach: diese Codes ermöglichen einen modernen Zugang zu Informationen rund um die Ausstellungsstücke. Sie reduzieren umfangreiche, aufwändige Schrifttafeln und geben optisch wirkungsvoll Antworten auf viele Fragen zu den Objekten, den Künstlern oder das entsprechende Umfeld geben. Zudem können die Angaben relativ einfach und zeitnah auf den aktuellen Stand gebracht werden. Die Sparkasse Niederlausitz befürwortete im vergangenen Jahr 2018 das Projekt und unterstützte die Anschaffung von sechs Tablets mit 1700 Euro. Bereits fünfzig Exponate können schon auf diesem Weg dem Besucher nähergebracht werden, im laufenden Jahr 2019 kommen zwanzig weitere Ausstellungsstücke mit QR-Codes hinzu. Aktuell liest der Besucher die Inhalte auf dem Tablet noch selbst, und das zum Teil bereits mehrsprachig. Doch das Team arbeitet bereits daran, einen sogenannten Audioguide zu entwickeln, der die Texte hörbar und somit den Rundgang in einer weiteren Dimension erlebbarer macht.

Neue Technik auch im Kunstgussmuseum Lauchhammer

Beim Besuch im Kunstgussmuseum Lauchhammer darf ein Blick ins Formenarchiv nicht fehlen

Apropos erlebbarer gestalten: Museumspädagogin Antje Schneider wird am 27. und 28. April 2019 jeweils um 13 und um 15 Uhr ins historische Kostüm der Benedicta Margaretha Freifrau von Löwendal steigen und durch das Kunstgussmuseum führen. Die Adelige hatte den Industriestandort Lauchhammer im 18. Jahrhundert mit ihrem Löwendal`schen Hammer begründet. Sogar die bis heute aktive Gießerei soll im Rahmen der Seenlandtage besucht werden. Dort können die Besucher die Arbeitsschritte der Gießer, Ziseleure und Patinoire beobachten. Also schon mal vormerken – und auch die QR-Codes ausprobieren.

Weitere Beiträge aus dem Seenland finden Sie hier!




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