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Baustart Bahnwerk - Märkischer Bote
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Neues Bahnwerk kommt früher nach Cottbus

Neues Bahnwerk kommt früher nach Cottbus
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Neues Bahnwerk kommt früher nach Cottbus

30. Juli 2021 | Von | Kategorie: Region, Top-Themen |

Olaf Scholz und Dietmar Woidke präsentieren Konzept für Baustart zur ICE-4-Instandhaltung.

Neues Bahnwerk kommt früher nach Cottbus

Brandenburgs Landeschef Dietmar Woidke, Finanzminister Olaf Scholz und Bahnchef Richard Lutz bringen gute Nachricht.
Foto: Isabell Kilian

Region (ik). „Die Bahn kommt, die Kohle geht“, leitete Vorstandsvorsitzender Richard Lutz am Dienstag die Pressekonferenz zum neuen Cottbuser Bahnwerk in Cottbus ein. Dies soll nun früher als erwartet kommen. Bereits 2024 werden in der Lausitz erste ICE gewartet – zwei Jahre eher als geplant. Baustart für das Werk ist schon im nächsten Jahr, die Sondierung des Baugrundes läuft bereits. „Das Werk ist eine doppelte Investition in die Zukunft: Es bringt die Mobilitätswende als wichtigen Beitrag zum Klimaschutz voran, und es befördert den Strukturwandel in der Lausitz mit sicheren und guten Arbeitsplätzen“, betont Lutz. „Für Arbeitsplätze, die im Strukturwandel verloren gehen, wird es neue geben“, versichert Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Die DB stellt bis 2024 mehr als 500 neue Mitarbeiter ein, bis 2026 noch einmal 700. Das neue Werk in Cottbus bringt also kurzfristig 1.200 neue Industriearbeits- und Ausbildungsplätze. Möglich sei das durch eine angepasste Planung, heißt es. Die in Cottbus ursprünglich geplante neue Halle für Hybridlokomotiven wird nun in das bestehende Werk integriert. Im Laufe der Vorplanungen hat sich herausgestellt, dass dadurch effizientere Produktionsabläufe möglich sind. Züge kommen somit schneller zurück auf der Strecke und sind zuverlässiger und pünktlicher unterwegs. Das ist wesentlich, um die Fahrgastzahlen im Fernverkehr zu steigern. Derzeit umfasst die ICE 4 Flotte 80 Züge; 137 sollen es 2024 sein.
Finanziert wird das Projekt zu 1 Mrd. Euro auf Basis des Investitionsgesetzes Kohleregionen. Eine Investition, die Perspektiven für die Menschen der Region bringt, freut sich Ministerpräsident Woidke und nennt sie ein geradezu „modellhaftes Projekt“.
An Stelle einer großen Instandhaltungshalle mit sechs Gleisen entsteht zunächst eine zweigleisige Halle schon bis 2024. Bis 2026 folgt eine weitere Halle mit vier Gleisen. Damit stehen die Kapazitäten für die Instandhaltung der neuen ICE-4-Züge schneller bereit. In beiden Hallen können am Ort der traditionsreichen Raw ganze ICE-Züge von fast 400 Meter Länge gewartet werden.

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