
Schneller, schlauer und schonender.
Cottbus (MB). Modernisierung in Instituten der MUL – CT schreitet im Rahmen der Innovationspartnerschaft mit Siemens Healthineers voran. Seit 2024 besteht eine Innovationspartnerschaft zwischen der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) und Siemens Healthineers – angelegt zunächst für zehn Jahre. Ziel dieser Kooperation ist es, die gesamte bildgebende Diagnostik und damit verbunden alle bildgebenden Großgeräte technisch zu modernisieren und organisatorisch zu optimieren. Mit der kürzlichen Einführung eines neuen CT (Computertomografie) im Institut für Radiologie und Neuroradiologie ist ein erster Schritt dafür getan.
Das CT ist in der Radiologie ein sehr wichtiges Diagnoseverfahren. Die Vorteile für die Patienten und Mitarbeiter: Sehr kurze Untersuchungsdauer (oft nur wenige Sekunden), ideal für Notfälle (beispielsweise beim Schlaganfall, Polytrauma oder inneren Blutungen), hohe Bildqualität und Detailgenauigkeit, die sehr gute Darstellung von Knochen, Organen, Gefäßen und Blutungen sowie die hohe räumliche Auflösung, auch bei kleineren Strukturen. „Das neue CT mit seiner speziellen Laserführung erleichtert unsere OP-Planung und Therapieentscheidungen maßgeblich“, sagt Prof. Dr. med. Gero Wieners, Chefarzt Radiologie an der MUL – CT. „Wir können bei einer hohen Untersuchungsgeschwindigkeit sehr gute Beurteilungen von Tumoren, Gefäßveränderungen oder Entzündungen vornehmen.“ Gewebe kann besser unterschieden werden. Wieners spricht in diesem Zusammenhang von der „iterativen Rekonstruktion“, in der Computertomographie ein moderner Algorithmus, der durch wiederholtes Vergleichen eines Bildschätzwertes mit gemessenen Daten die Bildqualität verbessert und dabei die Strahlendosis während der Behandlung signifikant senken kann. Auch Nachberechnungen sind durch eine spezielle Software für kardiale Bildgebung jederzeit möglich.
Als Einsatzgebiete des CT kommen die Notfallmedizin, Traumatologie, Orthopädie, Onkologie (Tumordiagnostik und Verlaufskontrolle), Unfallchirurgie, Innere Medizin sowie die Gefäßdiagnostik in Frage. „Wir können alle Möglichkeiten der CT-Diagnostik bedienen“, sagt Prof. Wieners. Schmerztherapien, Gewinnung von Gewebeproben, minimalinvasive Tumortherapien wie Leber- oder Nierenablation oder die passgenaue Suche nach Infarkten sind adäquate Anwendungsbeispiele. Rund 13.500 Untersuchungen dieser Art können pro Jahr mit dem CT-Gerät von Siemens Healthineers am Uniklinikum durchgeführt werden.
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