Kreisoberliga-NL: Fichte vergibt in der Nachspielzeit

Nach Zwei-Tore-Vorsprung bleibt nur ein magerer Punkt in Kunersdorf.
Region. 39 Tore fielen am 19. Spieltag, pro Spiel 4,9. Alle drei Meisterschaftsmitfavoriten konnten gewinnen. Schon am Freitagabend fertigte die Gubener Reserve Schorbus klar mit 7:0 ab. Dem Spitzenreiter Neustadt/ Spree reichten drei Treffer ihres Torjägers Gracjan Arkuszewski zur Verteidigung  der Tabellenspitze.  Mit 30 Toren führt er nun die Torjägertabelle an. Trotz dieser Niederlage belegt der SV Eiche Branitz weiter Platz neun in der Tabelle. Die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen schickte Groß Kölzig/Gahry/SV Döbern II mit 5:0 nach Hause. Das 1:0 zur Pause durch Goalgetter Christian Rinza war zu wenig, um Meisterschaftshoffnungen aufrechtzuhalten. Im zweiten Spielabschnitt kamen noch vier weitere Tore.
Ein hochinteressantes Spiel des Mittelfeldes gab es in Kunersdorf. Die Fichte-Elf gab erst in der Nachspielzeit einen Zwei-Tore-Vorsprung aus der Hand. Am Ende hieß es 4:4. Die 190 Zuschauer in Kunersdorf sahen gegen Drebkau/Kausche ein bewegtes Spiel. Gleich nach dem Anpfiff hatten die Gastgeber gute Chancen, doch wie aus dem Nichts kam die Führung der Gäste durch den superschnellen Sascha Roch. Fichte schüttelte sich und antwortete sechs Minuten später (24.) mit dem  Ausgleich. Nach Vorlage von Maurice Hagen traf Spielführer Jannek Wetzk. Schon neun Minuten später (33.) gab Wetzk die Vorlage für Hagen, der eiskalt verwandelte. Doch bald lag der Ball im Netz des Gastgebers – 2:2. Der 40jährige Manuel Rehn spielte zu Stephan Faber, der sich diese Chance nicht entgehen ließ. Nach einem Eckball war es Leon Schlott, der sich am höchsten hochschraubte und den Ball wuchtig zum 3:2 im gegnerischen Tor unterbrachte. Die Fichte-Elf hatte jetzt ihre beste Phase, schon drei Minuten später besorgte Lukas Seifert das 4:2, indem er einen Freistoß aus 18 Metern im Tor versenkte. Noch nicht einmal eine  Stunde lief das Spiel, und der Gastgeber blieb weiter offensiv. Doch zwischen der 71. und 84. Minute erhöhten die Gäste den Druck. Dem in der 84. Minute eingewechselten Norman Sommerfeld glückte der 4:3-Anschlusstreffer. Kunersdorf erkannte nicht die Gefahr. Die Bank reagierte nicht. In der Nachspielzeit (90+4) brachte Routinier Stephan Faber sein Können zur Geltung und traf zum 4:4-Ausgleich. Kunersdorf hat zwei Punkte verschenkt.
Der Spielgemeinschaft Kahren/ Laubsdorf gelang gegen die Spielgemeinschaft Gr. Gaglow/ TSV Cottbus der vierte Saisonsieg. Am Ende gewann der Gastgeber mit 3:1. Mit dem gleichen Ergebnis war der FSV Viktoria 1897 Cottbus erfolgreich. Bei dem FSV Spremberg 1895 wurden die drei wichtigen Punkte eingefahren. Der Gastgeber hatte große Aufstellungsprobleme, so dass einige „Ersatzspieler“ eingesetzt werden mussten, doch diese geschwächte Truppe erwies sich als unbequemer Gegner für Viktoria. Sie war keineswegs zimperlich in einigen Passagen. Viktoria ging kurz vor der Pause (43.) durch Robert Kiesow in Führung, als er Lars Marten Arlts Eingabe von der linken Seite nutzte und verwandelte. Gleich nach der Pause (47.), nutzten der Gastgeber eine Auswechslung in der Abwehr von Viktoria, die nicht gleich klappte. Rafael Cuba Paulino traf zum 1:1 Ausgleich. In der Folgezeit tat sich Viktoria schwer, seine Überlegenheit in Tore umzumünzen. Erst fünf Minuten vor Ultimo (85.) gelang Robert Kiesow der Führungstreffer. Kiesow wurde zum Matchwinner des Tages, als er in feiner Sololeistung in der Nachspielzeit (90+3) mit dem 1:3 den Sieg perfekt machte.
Der VfB Cottbus kommt nicht aus dem Tabellenkeller. In Tschernitz vergaben die Cottbuser eine wichtige Chance im Kampf um den Klassenerhalt.
Joachim Rohde

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