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Cottbus: Der Tanz zur Quelle allen Lebens - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Cottbus: Der Tanz zur Quelle allen Lebens

15. November 2019 | Von | Kategorie: Cottbus, Kultur & Service |

Das Ballett reist zum phantastischen Mittelpunkt der herrlich bunten Erde

Cottbus: Der Tanz zur Quelle allen Lebens

Klare Bilder, schöne Farben, leichte Musik, ein raumzauberndes Bühnenbild. Die „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ macht alle, die sie erleben dürfen, glücklich Fotos: Marlies Kross

Cottbus. Welch ein buntes, fröhliches Leben in einem Dorf, dem plötzlich das Wasser ausgeht. Choreograph Manuel-Joel Mandon hat zusammen mit Bühnenbildner Juan Leon und Kostümdesignerin Adriana Mortelliti ein phantasievolles Geschehen gezaubert, das Kinder (empfohlen ab fünf Jahre) und Erwachsene gleichermaßen begeistert. Die jungen Menschen bekommen in ihren Gesten, Bewegungen und beziehungsreichen Aktionen Charakter, lassen staunen in akrobatischen, der Musik folgenden Figuren und kommen, das ist das Schönste, gemeinsam zum Ziel. Ein großes Räderwerk kann nicht mehr greifen, weil das Pendel klemmt. Welch ein Aufatmen, als das Wasser wieder rauscht. Die großen und kleineren Räder drehen sich über den Menschen und geben eine Ahnung davon, dass Wichtiges funktionieren muss, wenn jeder Einzelne da unten auf dem Boden glücklich sein soll. Einfach war es jedenfalls für niemanden, bis hierher zu kommen.
Unterwegs waren Gefahren zu meistern und auch Streit zu schlichten, etwa im heftigen Stockkampf zwischen Axel (Jhonatan Arias Gomez) und Hans (Stefan Kulhawec, der immer wieder Salti aus dem Stand zeigt), oder die Königin der Pilze Parasola (Andrea Masotti voller Anmut) zu Vertrauen zu bewegen. Klara (Venira Welijan) gerät in ihrer kindlich-unbekümmerten Neugier immer wieder in kribblige Situationen, tanzt sich aber kess zurück ins Team und bleibt aller Liebling. Gretchen (Denise Ruddock) spielt die Kluge, die anderen hilft. Choreografisch wird das ganz sauber durch die Bedachtheit aller Bewegungen herausgearbeitet. Diese Figur ertanzt sich Vertrauen – wie wunderbar.
Am witzigsten stolziert mit wackelndem Gänsesteiß Gertrude (Simone Tannini) durchs Bühnendorf, die eigentlich ein Ganter ist und immer wieder Probleme, aber auch Lacher im Parkett auslöst.
Die sechs Tänzerinnen und Tänzer unseres großartigen Balletts bekommen total professionelle Verstärkung aus der Ballettschule Werhuhn, so dass es teilweise nur so wimmelt von kapriziösem Dorfvolk, Pilzen und einem dicken Lindwurm.
Das wagemutige Team fügt sich zu allerschönsten Figuren und Bildern, immer in den sanften Farben der schwingenden Kostüme und der Leichtigkeit all dieser Bewegungen zu passend eingespielter Musik. Es springt ein Funke des Glücks über, so dass es am Ende der Reise stürmischen Beifall gibt, der einfach nicht aufhören kann. Es hat den Anschein, als könne auch das Ensemble nicht aufhören, die Seelen schwingen, die Arme winken und die Füße tanzen zu lassen.
Ein Finale schöner Zugaben. Bravo. Bravo! J. Hnr.




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