
Vor zehn Jahren gründete Christian Möbius, Chordirektor des Staatstheaters Cottbus, das Bach Consort mit dem Ziel, Alte Musik – insbesondere der Familie Bach – auf historischen Instrumenten für den Hörer von heute stilgerecht und lebendig neu zu entdecken. Immer wieder hinterfragten und hinterfragen die Musiker gängige und übliche Interpretationen und suchen nach ihrer eigenen Interpretation und Spielweise Alter Musik. Seitdem spielt das Bach Consort regelmäßig im Rahmen der Kammerkonzerte des Staatstheaters Cottbus sowie im Schloss Branitz. Das Repertoire reicht von der Solosonate bis zum Instrumentalkonzert und umschließt den Zeitraum von 1620 bis etwa 1815.
Das Ensemble entwickelte sich vom Streichquintett zum Barockorchester. Heute gehören dem Bach Consort 16 Musikerinnen und Musiker an, das Instrumentarium erweiterte sich um Traversflöten, Naturhörner, Barockfagott, Truhenorgel und Hammerflügel.
Das Bach Consort arbeitet eng zusammen mit dem Kammerchor der Singakademie, dem Opernchor und den Gesangssolisten des Staatstheaters Cottbus. Darüber hinaus sind immer wieder überregional und international bekannte Solisten mit von der Partie.
Unverkennbar ist ein Trend zur Interpretation großbesetzter Werke wie etwa die Aufführungen der Oper Calandro von Giovanni Alberto Ristori (Spielzeit 1998/99) und Henry Purcells Dido und Aeneas, gekoppelt mit Wolfgang Amadeus Mozarts Bastien und Bastienne (Spielzeit 1994/95). In den letzten Jahren wurde die Interpretation großer Oratorien zunehmend zum Schwerpunkt der Konzerttätigkeit des Ensembles. Besondere Erwähnung verdienen die Aufführungen von Georg Friedrich Händels Saul und Messias sowie der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach, mit der das Bach Consort und der Kammerchor der Singakademie 1998 zu den Brandenburgischen Sommerkonzerten und 1999 zu den Klosterfestspielen Neuzelle eingeladen wurden. Zu den Mitwirkenden gehörten der international bekannte belgische Countertenor Patrick van Goethem und das Trompetenconsort Friedemann Immer aus Köln.
Das Bach Consort erweitert seinen Wirkungskreis zunehmend über Cottbus und die Region hinaus. Davon zeugen Konzerte in Hannover, Dresden, auf der Insel Norderney und beim Festival Alter Musik in Bernau nahe Berlin.
Als Höhepunkt des Jubiläumsjahres wird Bachs Matthäus-Passion zum ersten Mal vollständig mit Originalinstrumenten im Land Brandenburg aufgeführt, und zwar am Nachmittag des 16. Juni im Festsaal des Konservatoriums unter Leitung von Christian Möbius mit den Solisten Patrick van Goethem, Julia Bauer, Hardy Brachmann, Dirk Kleinke, Andreas Jäpel und Heiko Walter, sowie den Kammerchören der Singakademie und des Konservatoriums
Weitere Beiträge aus Cottbus und Umgebung finden Sie hier!










Schreibe einen Kommentar