Die besondere Inszenierung im September: Die Irre von Chaillot

Die Irre von Chaillot
Die Irre von Chaillot

Regisseur Christoph Schroth entdeckt ein 1943 entstandenes und heute selten gespieltes Stück des berühmten französischen Erzählers und Dramatikers Jean Giraudoux neu für das Staatstheater Cottbus. Das äußerst witzige wie absurde Theaterstück kommt wie eine Satire auf heutige Verhältnisse und Geschehnisse daher.

Eine ganze Stadt samt ihrer Kultur und Geschichte soll dem Erdboden gleichgemacht werden, weil zwielichtige Unternehmer darunter Erdölquellen vermuten und nach dem großen Geschäft gieren. Diese Stadt ist keine Unbedeutendere als Paris, dessen Viertel Chaillot besonders bedroht ist. Die kleinen Leute, die hier leben, wollen sich das allerdings nicht bieten lassen. Angeführt von einer exzentrischen alten Dame, der sogenannten “Irren von Chaillot” – gespielt von Barbara Bachmann (Fotos) – entwerfen sie einen Plan für ihren Widerstand und bereiten den Machenschaften der korrupten Politiker und Geschäftsleute ein märchenhaftes Ende.
Falk von Wangelin entwirft eine farbige Bühne und phantasievolle Kostüme für die Vielzahl der skurrilen Figuren. Rainer Böhm komponiert die Musik für den Abend, der unter Christoph Schroths Leitung von grotesk-komischen und ebenso poetischen Momenten lebt. An diesem Theaterabend ist ein Großteil des Schauspielensembles zu erleben, darunter die neu engagierten jungen SchauspielerInnen Stephanie Schönfeld, Nicoline Schubert, Jonas Hartmann und Gunnar Golkowski.

Premiere ist am 21. September 2002 um 19.30 Uhr, im Großen Haus am Schillerplatz.

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