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Ausbildungsmarkt: Die Lausitz hat genügend Stellen

2. November 2018 | Von | Kategorie: Wirtschaft |

Zum Ausbildungsvertrag gehört manchmal Mut von beiden Seiten.

Ausbildungsmarkt: Die Lausitz hat genügend Stellen

Erfolgreiche Partner am Arbeits- und Ausbildungsmarkt: Die Hauptgeschäftsführer der südbrandenburgischen Handwerkskammer, Knut Deutscher, und Industrie- und Handelskammer, Marcus Tolle, sowie Heinz-Wilhelm Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit (v.l.) | Foto: J.Hnr.

Cottbus (MB). Zum Ende Oktober 2018 meldet die regionale Agentur für Arbeit von Königs Wusterhausen im Norden bis Seenland im Süden 18 890 Arbeitslose; das ist eine Quote von 6 Prozent (Vorjahr 6,7). Tatsächlich unterbeschäftigt (ohne Kurzarbeit) sind aber mehr als 26 000 Personen. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei 4,2 Prozent; sie sinkt aufgrund intensiver Maßnahmen und liegt deutlich unter dem brandenburgischen Landesdurchschnitt (6.5 %).
Arbeitsagentur-Chef Heinz-Wilhelm Müller nennt den Ausbildungsmarkt „die kleine Schwester des Arbeitsmarktes“. Was hier geschieht, bildet sich in ein paar Jahren – hoffentlich positiv – ab. Bis Ende September suchten bei der Agentur 3 716 Jugendliche Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche; bis auf 282 sind alle vermittelt. Die Unternehmen hatten fast 3900 Lehrstellen gemeldet. Agentur und Kammern unternehmen größte Anstrengungen, um junge Leute auf zielorientierte Lebenswege zu führen. „75 Prozent finden nach Umfragen gleich ihren Traumberuf, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Marcus Tolle. Im Handwerk sind das vor allem Kfz-Mechatroniker, aber zunehmend auch Tischler und Dachdecker, erklärt Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Knut Deutscher. Aber von den 926 angebotenen Lehrstellen im Handwerk seien noch längst nicht alle besetzt, auch nicht die „Traumjobs“. Die bestimmen sich, so Deutscher, nach einer aktuellen Untersuchung vor allem danach, ob sie „in der Clique cool gefunden werden.“ Reichlich „coole Jobs“ verspricht die nächste Ausbildungsmesse in der Cottbuser Stadthalle (17.11.18). Letztes Jahr drängten sich dort 3 000 Interessenten. Dieses Jahr wird die Veranstaltung daher größer angelegt.
Heinz-Wilhelm Müller ist sich sicher: „Wer realistische Vorstellungen hat, wird in unserer Region etwas finden – jede Wette.“ Zum Ausbildungsvertrag gehöre mitunter Mut von beiden Seiten. „Ich wünschte, dass sich Arbeitgeber wagemutig auch auf junge Menschen unterhalb des Traumkandidaten-Niveaus einlassen.“ Dazu gehören auch ausbildungswillige Migranten, mit denen es schon gute Erfahrungen gibt.

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