Wirtschaftsinitiative fordert: Flughafen-Baustelle als Chefsache / Keine Nachtflug-Kompromisse
Die neuerlichen Diskussionen um geänderte Bedingungen für den Nachtflugbetrieb am künftigen Flugplatz BER sorgt für scharfe Proteste der Wirtschaftsinitiative Lausitz WiL. Die Diskussionen in den Landesregierungen machten deutlich, dass weder Berlin noch die Bundesregierung bereit sind, das Nachtflugverbot am BER auszuweiten. „Das ist der richtige Weg, denn auch die Lausitz und damit das Seenland, brauchen einen international konkurrenzfähigen Hauptstadtflughafen“, argumentiert der Vorsitzende der Initiative. Dr. Hermann Borghorst. „Der Flughafen muss ein Drehkreuz für Brandenburg und ganz Ostdeutschland werden. Er ist das wichtigste Infrastrukturprojekt der gesamten Region“, so Borghorst.
Von Ministerpräsident Dietmar Woidke erwartet der WiL-Vorsitzende, dass er die volle politische Verantwortung für die Fertigstellung des Flughafens übernimmt, mit oder ohne Mandat im Aufsichtsrat. „Der BER ist für alle Beteiligten ungeeignet für Partei-, Macht- und Wahlkampftaktik. Es geht um die Zukunft unserer Region. „Wir erwarten von den verantwortlichen Politikern, der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat des BER bald klare und realistische Aussagen zu den Kosten und dem Eröffnungstermin des Flughafens, vor allem vor den Wahlen“, so Hermann Borghorst.
Anfang dieser Woche hat der derzeitige Aufsichtsratsvorsitzende und regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, bestätigt, dass es dieses Jahr keine Eröffnung geben wird. Möglicherweise wird bei der nächsten Aufsichtsratssitzung im März ein verbindliches Datum genannt werden können. Lösungen für die baulichen Mängel gebe es, sie müssten jetzt umgesetzt werden, hieß es.
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