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Peitz: Jänschwalder Know-how lockt Japaner an

Wirtschaft, Spree-Neiße | Von | 28. Oktober 2016

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Auf die Zukunft mit der erneuerbaren Energie vorbereitet sein wollen auch die japanischen Kraftwerker, welche sich am Montag in Jänschwalde die Technologie anschauten, die je nach Wetterlage ein flexibles Hoch- und Runterfahren der Blöcke ermöglicht Foto: LEAG

Die flexible Fahrweise des Lausitzer Kraftwerks sorgt für neugierige Blicke

Peitz (mk). Ein Erneuerbare-Energien-Gesetz wie hierzulande gibt es in Japan zwar noch nicht, dennoch will sich auch dieses Industrieland gut für die Zukunft gerüstet wissen. So stellen sich bereits japanische Kraftwerker auf ein Szenario ein, in dem künftig mehr erneuerbare Energie in die Netze eingespeist wird. Am Montag schauten sie sich in der Kesselanlage F2 im Werk III des Jänschwalder Kraftwerkes genauer um. „Ich finde dieses Interesse für unsere Technologie sehr gut“, sagt Kraftwerksleiter Andreas Thiem. Zünd- und Stützbrenner mit Plasmazündung helfen hier, schnellere Lastände- rungen von Braunkohlekraftwerken zu erreichen.
In der eigenen Veredlung hergestellte Trockenbraunkohle statt teuer importiertem Öl macht dies möglich.
Seit eineinhalb Jahren funktioniert dieses Verfahren einwandfrei. Je nach Wetterlage kann das Kraftwerk so flexibel reagieren und der Einspeisung von erneuerbaren Energien Vorfahrt geben. Dabei schauen sich die Kraftwerker die Wetterprognosen ganz genau an. Bis zu dreimal am Tag ist ein Runterfahren und wieder Hochfahren erforderlich. Je nach Wetter ist dies auch tagelang gar nicht nötig, erklärt Andreas Thiem. In der ersten Ferienwoche zum Beispiel gab es kaum Wind und Sonne. Die Technologie am Kraftwerk Jänschwalde sorgt so für eine hohe Flexibilität bei der Einspeisung des Stromes.
Somit, erklärt der Kraftwerkschef, ist die Braunkohle die ideale Brückentechnologie auf dem Weg zur erneuerbaren Energie. Ähnliche energiepolitische Rahmenbedingungen wie in Deutschland werden auch in Japan nicht ausgeschlossen, so dass für die dortigen Kraftwerker ein Blick auf die flexiblen Blöcke in Jänschwalde sehr aufschlussreich war.



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