Senftenberg: Als „Jäcki“ mit Westluft fuhr

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C war richtig – zu sehen war die Bergingenieurschule in Senftenberg

Leser erinnern sich an ihre Studentenzeiten in der Bergingenieurschule:
Zahlreiche Zuschriften haben uns zum letzten Rätselbild erreicht. Heinz Halpick aus Schwarzheide schreibt: „Das Foto zeigt die Bergingenieurschule Senftenberg. Hinter dem Fenster mittlere Fensterreihe, leicht rechts über dem Kopf der Bergmann-Statue, habe ich von 1957 bis 1960 gesessen. Es war der beste Fensterplatz mit Licht- Sicht zum Geschehen an der Tafel und nach draußen auf die Straße, auf der damals kaum etwas los war; auf der aber manchmal der Uralt- Pkw unseres Dozenten im Fach  „Kraft- und Arbeitsmaschinen“, Herrn Jakob, den jeder nur unter dem Namen ‘Jäcki; kannte, parkte. Er erzählte u.a. von Kreisprozessen, von Clausius-Rankine, von Carnot, rechts- und linksläufig, von Ts- und Pv- Diagrammen, Wirkungsgraden, Dampfturbinen und von seinem Lieblingsthema Dampfmaschinen mit ihren Schiebersteuerungen und Schieberdiagrammen. Zudem war der Dozent einmal ganz nebenbei aber stolz, dass er mit seinem Pkw im ‘Westen drüben’ war, (damals noch möglich). Und dass dieser jetzt etwas höher liege in der Spitzengeschwindigkeit, er hätte nämlich  „Westluft“ in den Reifen. Es war eine nützliche und schöne Zeit, auch mit klasse Dozenten.“
Klaus Hirsch aus Großkoschen schreibt: „Das Bild zeigt die Ingenieurschule für Bergbau und Energetik ‘Ernst Thälmann’ in Senftenberg. Der rechts stehende Bergmann neben dem Eingang symbolisiert den Charakter dieser Bildungseinrichtung. Ich selbst habe vor 55 Jahren dort studiert und mir die Grundlagen meiner weiteren Tätigkeit im Bergbau angeeignet. Interessant ist die Entwicklung dieser Bildungseinrichtung. Im Jahr 1946 gab es erste Gedanken zur Bildung einer Bergschule in Senftenberg. Am 22. September 1947 wurde die Steigerschule eröffnet. Glatt 60 Studenten nahmen damals eine Ausbildung zum Steiger auf. Der Ausbildungszeitraum betrug zwei Jahre, danach folgten zwei weitere Semester mit dem Abschluss zum Bergingenieur. Die Unterrichtsräume befanden sich  in der Berufsschule in der Calauer Straße, in der Rathenauschule, im Gesellschaftshaus (abgebrannt) und in der Gaststätte „Zum Löwen“. Max Büder und Johann Preiß hießen die ersten Direktoren.1952 wurde das Gebäude in der Großenhainer Straße von der Ingenieurschule bezogen.
In den folgenden Jahren bis zum heutigen Tag hat man den Gebäudekomplex ständig erweitert. Verändert hat sich auch die Struktur und die Bezeichnung der Bildungseinrichtung bis zur Universität. 1991 war es die Fachhochschule Lausitz. 2009 nannte sie sich Hochschule Lausitz (FH), 2013 dann Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg.“
Gewonnen hat diesmal unser Leser Steffen Brähmig aus Senftenberg.
Herzlichen Glückwunsch!


Kommentare

Ein Kommentar zu „Senftenberg: Als „Jäcki“ mit Westluft fuhr“

  1. Bernd Schulz

    “Jäcki” war wohl ein netter Zausel- aber der einzige, der erklären konnte, wie man Dampfmaschinen indiziert!
    Meinen “Wukalowitsch” habe ich schon lange entsorgt- aber was in der “Birne” ist, das bleibt!
    Bernd Schulz K65A, der ein halbes Jahrhundert alte Kohleveredler!
    Mädels, bleibt senkrecht- und geht ruhig zu den Klimanixen klatschen.
    Ich habe Kohlendreck geatmet, die Kokereiluft geschnuppert und zur Einweihung der Gaskokerei in der Berliner Dimitroffstraße so viel Eisbein fressen dürfen, daß es für ein langes Leben reicht. Da kann ich doch heute nur über die Hysteriker lachen, die vom Weltuntergang labern. Wenn wir es mit der Kohleveredlung nicht geschafft haben, die Erde kaputtzukriegen- dann schaffen es nicht einmal die Chinesen. Denn die Erde regeneriert sich immer wieder- im Gegensatz zu den verblödeten Demo- Kids.
    Bernd Schulz gubs@hotmail.de

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