„Ich würde sofort zurückziehen“

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In unserer letzten Ausgabe hatten wir die Gaststätte in Jessen bei Spremberg gesucht

Leser erinnern sich an die Gaststätte in Jessen / Dorf wurde abgebaggert

Mehrere Leser haben die korrekte Lösung zu unserem Rätselbild der vergangenen Woche gewusst. Dazu gehört auch Rainer Höhne aus Welzow. Er schreibt folgendes: „Wenn man von Gosda kommt und nach Jessen fährt, war links früher ein Bahnhof. Wenn man nach Jessen reingefahren ist, war rechts eine Gärtnerei Gernold gewesen. Dann kam die Linkskurve, wo die Gaststätte auf dem Bild ist. Gerade rüber von der Gaststätte befand sich die Kirche, dann kam an der Ecke eine Schmiede und dann ging die Straße nach Heinrichsfeld, dann war früher ein Sandweg, und da ging es zum Friedhof. Der Blick fällt also auf Jessen.“
Kristina Stöckl aus Spremberg merkt an: „Das ist Krügers Gasthof in Jessen.Ich glaube, gegenüber war die Kirche. Ich war damals knapp sieben Jahre, als wir das Dorf verlassen mussten.Mit der Lokalität verbindet mich weniger, vielleicht habe ich dort eine rote Brause getrunken, was für uns etwas  ganz besonderes  war. Obwohl ich noch recht jung war, sehe ich viele Orte vor meinen Augen. Wir haben etwas außerhalb  gewohnt, meine Familie betrieb die  Poststelle des Dorfes in ihrem Häuschen. Ich würde sofort wieder zurückziehen, wenn man die Zeit zurückdrehen  könnte! Für mich als Kind war das Dorf meine Welt: barfuß über Stoppelfelder, Fleischbrühe in der Milchkanne, Ententeich neben dem Kindergarten,  Pfarrer Frenzel, baden im Ziegeleiteich, einfach unser Dorf Jessen.“
Regina Vogt aus Schwarze Pumpe schreibt: „Als ich die Zeitung aufschlug, erkannte ich gleich die Gaststätte Krüger im ehemaligen Jessen. Ich selbst besuchte nur einmal diesen Gasthof und zwar zu Pfingsten 1961. Beim Pfingsttanz lernte ich meinen Mann kennen. Vor meinen Augen sehe ich noch den großen Saal mit den langen Tischreihen. Mein Glück begann in Krügers Gaststätte und hält bis heute an. Darüber bin ich sehr froh. In Jessen wurde ich in der Kirche von Pfarrer Nippert im Jahr 1958 konfirmiert. Mein Mann erinnert sich noch an zwei Geschäfte, an das Gänsrichreiten, an den Dorfteich mit der Bleiche. Im hinteren Hof bei Krügers befand sich ein Schießstand. Im Gastraum trafen sich die Jessener immer zum Frühschoppen.  Die Straße nach Spremberg führte bergab. Da kam man auch zu den 100-jährigen Eichen im Gosdaer Urstromtal.“
Die richtige Lösung wussten auch J. Schmidt, Helga Kraftschenko, Jürgen Held sowie Günther Lohr. Gewonnen hat in dieser Woche Kristina Stöckl. Glückwunsch!