Sprembergs Partnerstadt Szprotawa

Heinrich Laube „verbüßte“ seine Festungshaft im Pücklerschen Jagdpark.

Die schönen Türme gehören zu Sprottau/Szprotawa.
Die schönen Türme gehören zu Sprottau/Szprotawa.

Dietmar Schwiek aus Neißemünde erkannte: „Der Märkische Bote ist, wie schon 2022 einmal, in Sprottau/Szprotawa unterwegs. Die Stadt in der liegt an der Mündung der Sprotte in den Bober und gehörte zu Schlesien.“

Frank Irmer aus Cottbus merkt an: „Sprottau ist heute die Partnerstadt von Spremberg. Unverkennbar das Wahrzeichen mit seinen zwei Türmen, das Rathaus. Bei dem angesprochenen Begleiter handelt es sich um Heinrich Laube, der Pücklers ‘Parkomanie’ teilte. Weitere Persönlichkeiten aus Sprottau sind Heinrich Robert Göppert (Botaniker, bekannt mit Pückler) sowie aus der Neuzeit Fritz Puppel von CITY“.

Ekkehard Schicketanz vom Spremberger Kollerberg bestätigt diese Partnerschaft: „Ich habe dort vor einigen Jahren im Kulturhaus eine Ausstellung mit Spremberger Motiven und Faschingsbildern gehabt und mir dabei die Stadt angeschaut und auch eine Partnerschaftsurkunde gestaltet.“

Ganz aktuell führt uns Alexander Adam aus Spremberg in die Partnerstadt: „Das Rathaus wurde in diesem Jahr saniert und erstrahlt in neuem Glanz. Die im Krieg zerstörte und seitdem als Ruine existierende evangelische Kirche soll gesichert und zu einer kulturellen Stätte hergerichtet werden. Der Kirchturm ist bereits eingerüstet. Den Partnerschaftsvertrag der Städte haben am 12. Juni 1999 die damaligen Bürgermeister Franciszek Sitko und Egon Wochatz in Szprotawa besiegelt. Beziehungen zwischen Szprotawa und Spremberg/Grodk bestehen schon über 50 Jahre. Bereits um 1970 entstanden Verbindungen zwischen Firmen, Sportvereinen und Privatpersonen. Seit dem Partnerschaftsvertrag fanden Sportwettkämpfe, Malerpleinairs, Seniorenbegegnungen, Wirtschaftsforen, die Kaffeetafel der Bürgermeister zum 10-jährigen Städtepartnerschaftsjubiläum am 22. August 2009 auf dem Spremberger Marktplatz, die Zusammenarbeit der Touristinformationen beider Städte, Treffen von Schülern, Paddeltouren, Chortreffen, Begegnungen der Feuerwehren, Bilderausstellungen und vieles mehr statt.

Sprembergs Bürgermeisterin Christine Herntier und Bürgermeister Mirosław Gasik enthüllten im Juni 2024 die Freundschaftsbank „Szprotawa-Spremberg 1999-2024“
Sprembergs Bürgermeisterin Christine Herntier und Bürgermeister Mirosław Gasik enthüllten im Juni 2024 die Freundschaftsbank „Szprotawa-Spremberg 1999-2024“ Foto: Alexander Adam

Ein Höhepunkt war 2019 die Enthüllung des Freundschaftsbildes „20 Jahre Städtepartnerschaft Szprotawa-Spremberg 1999 – 2019“ an der Außenwand des Bürgergartens in der Spremberger Schloßstraße. Das Bild ist ca. 10 Meter lang und 1,40 Meter hoch. Sechs Künstler aus Polen und aus Spremberg/Grodk haben etwa 100 Stunden daran gearbeitet. Im Juni 2024 folgten 182 Spremberger der Einladung von Bürgermeister Mirosław Gąsik nach Szprotawa zum 25-jährige Jubiläum der Partnerschaft. Beteiligt waren auch Delegationen der Partnerstädte Butera (Italien) und Uman (Ukraine). Im Goeppert-Park pflanzten Bürgermeisterin Christine Herntier und Bürgermeister Mirosław Gąsik eine Linde und enthüllten die Freundschaftsbank „Szprotawa- Spremberg 1999-2024“. Auf der Festwiese von Szprotawa fand das polnisch-deutsche Jubiläumsfest statt. Beim Bühnenprogramm ‘Spremberg tanzt’ zeigte das Akkordeonorchester der Spremberger Musik- und Kunstschule sein Können.

Vor wenigen Tagen hat Szprotawa weitere Städtepartnerschaftsjubiläen und das 34. Festival ‘Erde und Gesang’ gefeiert. Die Stadt war wieder Zentrum der traditionellen Volksmusik mit Gästen aus Tschechien, Chile, Ecuador, Gambia, Indien, Mexiko, Senegal, Rumänien und der Ukraine.
Zu jeder Jahreszeit lohnt sich ein Ausflug nach Szprotawa.

Der Hinweis auf Pückler war für Erich Hecker aus Jämlitz entscheidend: „Heinrich Laube, in Sprottau geboren, wurde wegen seiner liberalen Ansichten verhaftet und zu 7 Jahren Festungshaft verurteilt. Der Fürsprache der Fürstin Lucie war eine Begnadigung und Strafreduzierung zu verdanken. Er ‘verbüßte’ den Rest seiner Strafe in Muskau und ging im Jagdpark auch zur Jagd.“ Auf Laube kam auch Ines Krätsch aus Döbern: „Viel zu lesen über Heinrich Laube und Fürst Pückler gibt es im Jahrbuch NIEDERLAUSITZ zwanzig-siebzehn ab Seite 153.“
Danke den vielen – auch nicht zitierten – Einsendern.

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