Legendäres Gasthaus Friedenseiche war beliebter Ausflugsort für Tanz und Kaffeerunden Für viele Leser ist das gesuchte Gasthaus noch in guter Erinnerung. Richtig war Antwort C, „Hans Rätsels Plinse“.
Jens Pumpa mailte uns: „Das 100 Jahre alte Gasthaus ‘Friedenseiche’ in Branitz war das wohl bekannteste und beliebteste Ausflugslokal für Cottbuser – und berühmt für seine Plinse und Tanzabende.
Der Bauer Wilhelm Jost hatte im Jahr 1909 eine Genehmigung für den Bau einer Gaststätte auf seinem Grundstück erhalten und damit den Grundstein für das bald legendäre Gasthaus gelegt. Am 1. Dezember 1910 wurde die Einweihung gefeiert.“
Auch Karin Michel erkannte das Motiv: „Schade, dass es das Restaurant nicht mehr gibt. Wir erlebten hier sehr schöne Zeiten.“
Georg Müller teilte uns per E-Mail mit: „Die weithin bekannte ‘Friedenseiche’ und ihr Leckerbissen Plinse – ein Begriff für das letzte Jahrhundert, der zwei Weltkriege überlebte, aber nicht die neue Zeit. Ein stattliches Gebäude, Mauerwerk und Dacheindeckung immer noch intakt, aber denkmalrechtlich, bürokratisch korrekt: ‘Zum Abbruch freigegeben’; zu meinem und manches Cottbuser und Branitzer heftigstem Bedauern.
Landwirt Wilhelm Jost baute damals auf eigenem Grund und Boden die Ansehnlichkeit und eröffnete am 1. Dezember, anno 1910, seinen Gasthof mit Saal für 500 Personen, drei Gasträumen mit zusammen 200 Plätzen, und 600 Gartenplätzen. 1961 beschränkte man das Platzangebot der Gaststätte auf nur noch 150; am 11. Juni 1995 war dann Schluss mit lustig.
Der Aufstieg des Ortsteiles Branitz zum repräsentativen Villenviertel läuft ungebremst weiter. Es scheint, der Begriff ‘Friedenseiche’ beschämt: jedenfalls die Parkeisenbahn fährt nicht mehr dorthin, sondern zum ‘Park & Schloss Branitz’ – alles in Butter, nur die Plinse fehlen.“
Horst Hauptmann schreibt: „Es ist schade, dass dieses einst sehr beliebte Gasthaus nach vielen Jahren Leerstand nun doch abgerissen wird. Sehr beliebt bei allen Cottbusern und auch Gästen aus Nah und Fern waren die wohlschmeckenden Plinse vom einstigen Wirt Hans Rätsel. Auch die Tanzveranstaltungen waren immer gut besucht. Wegen geringer Benutzung und Baufälligkeit wurde schon vor langer Zeit das Saalgebäude zurückgebaut. Das Rezept für die beliebten Plinse existiert noch und wird wohl behütet.“
Diethart Schulz verbindet ganz persönliche Erinnerungen mit dem Motiv: „Das Gasthaus in Branitz war ein sehr beliebtes Ausflugsziel, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, motorisiert oder mit der Pioniereisenbahn, der heutigen Parkbahn.
Die leckeren Plinse waren ein Magnet, auf das keiner verzichten konnte. Die Mund-zu-Mund-Propaganda machte diese zum Markenzeichen, über die Grenzen von Cottbus hinaus, bekannt.
Ich erinnere mich noch an den schönen Osterspaziergang mit meinen Eltern und mit meiner Oma zur ‘Friedenseiche’. Unterwegs gab es viele Verstecke, die der Osterhase als Überraschung für mich gelegt hatte. Die Freude war riesengroß, wenn ein Nest entdeckt wurde. Endlich angekommen, gab es die leckeren Plinse und für mich Kakao dazu, die Erwachsenen tranken Kaffee. Wir Kinder tanzten mit unseren Eltern zur Kaffeemusik. Auch kleine Freundschaften zwischen uns Kindern bahnten sich dabei an, wir tauschten auch gegenseitig unsere Geschenke. Alles war ‘ganz in Familie’. Es war ein schöner sonniger Ostertag, ein Tag, der für mich unvergesslich bleibt.“
Vielen Dank auch den weiteren Einsendern darunter: Rosemarie Lehradt, Otto Blunck, Ingeborg Ciofani, Heinz Knobloch, Inge Erber, Dieter Perko,Dieter Reinicke und vielen mehr.










