Bitte aktiviere / Please enable JavaScript![ ? ]
Die Gärtner Bleyer und Hockwin - Märkischer Bote Die Gärtner Bleyer und Hockwin Die Gärtner Bleyer und HockwinMärkischer Bote
Donnerstag, 30. Mai 2024 - 02:08 Uhr | Anmelden
  • Facebook SeiteTwitter Seite

header-logo

 
Overcast
17°C
 
das epaper der lausitzer heimatzeitung
Anzeigen

Die Gärtner Bleyer und Hockwin

Bilder aus dem alten Cottbus, Personen | Von | 27. Januar 2023

Karl Hockwin

Karl Hockwin wurde 1933 unter Graf August von Pückler Parkgärtner

In diesem Beitrag wenden wir uns zwei Branitzer Parkgärtnern zu, die jeweils mehrere Jahrzehnte ihre Arbeit im fürstlich/gräflichen Revier getan haben. Kommenden Donnerstag ist der 107. Todestag von Georg Bleyer, den Fürst Pückler 1868 engagiert hatte, und der als Parkdirektor 47 Jahre lang fürstliche Intentionen umsetzte. Er starb 1915 mit 78 Jahren. Der junge Karl Hockwin könnte ihn, ohne zu ahnen, dass er in seine Spuren treten würde, gekannt haben. Er war elf, als Bleyer starb und wurde erst 1933 von Graf August von Pückler engagiert; noch 1964 arbeitete er als Gärtnermeister im Park.
Der greise Fürst hätte gern seinen Muskauer Gärtner Eduard Petzold in Branitz gehabt, aber mit dem konnte er sich finanziell nicht einigen. Bleyer notierte, der neue Park sei bei seinem Amtsantritt erst zu einem Drittel fertig gewesen. Das wird nicht stimmen, denn schon 1853, also 15 Jahre bevor er kam, waren 37 Hektar (von später 87) gestaltet. Nach des Fürsten Tod (1871) vollendete Bleyer den begonnenen Hermannsberg. Er verlängerte die Flügel der Pergola und legte den weiten Blick in die Schmiedewiesen frei. Die Parkgärtnerei baute er so aus, dass sie 50 Prozent der Parkaufwendungen einbrachte. Bis zu 34 Parkleute und nicht selten 20 Sträflinge aus dem Cottbuser Knast waren da beschäftigt. Bei Bleyers Tod muss der Park fertig gewesen sein, denn zunächst wurde nur ein Förster zur Pflege der Anlage eingestellt.

Karte Eintrittserlaubnis

Unter Bleyers Verwaltung galt strenge Ruhe und Ordnung im Park.

Mit Karl Hockwin gab es ab 1933 wieder einen Gärtner. der sich allerdings gleich auch der SA und ab 1937 der NSDAP anschloss. Das gab 1945 Schwierigkeiten vor dem Entnazifizierungsgremium. Parkgärtner war keine hohe Stellung, aber eine öffentlich bezahlte. Man versuchte Hockwin zu verdrängen, der aber kümmerte sich, nachdem Forstmeister Kluge beim russischen Kommandanten die Zusage zur Erhaltung des Parks erwirkt hatte, um erste Pflegearbeiten in der Anlage und zog einfach nicht aus der Dienstwohnung im Oberhaus aus. Als am 1. Juli 1954 die Abteilung Kultur des Rates der Stadt den Park übernahm, wurde Hockwin bis 1955 offizieller Parkleiter. Er engagierte sich dann weiterhin bis 1957 im ehrenamtlichen Parkbeirat und arbeitete noch bis 1964 als Angestellter der Branitzer Landwirtschaftlichen Produktions-Genossenschaft (LPG) „Karl Marx“ als Gärtnermeister im Park. H.

Weitere Beiträge über das historische Cottbus finden Sie hier!



Anzeige

Kommentar schreiben

Kommentar


Das könnte Sie auch interessieren: