Lausitz: Einfach bewundernswert, diese Stadt

Viele Leser kennen den Breslauer Bahnhof / Reisertipp zur Kulturhauptstadt

Es stimmt – wir hatten die Niederlausitz und das Seenland ganz und gar verlassen auf unserem Sommertour-Extratrip der letzten Woche. Aus gutem Grund: Der Zielort – Breslau – ist uns in diesem Jahr so nahe gerückt, wie seit Jahrzehnten nicht. Ganz zutreffend schreibt Marita Bartel aus der Forster Amtsstraße: „Es handelt sich um Breslau. Ich vermute, die Aufnahme entstand ca. um 1900. Ich war vor zwei Wochen in dieser Kulturhauptstadt 2016 und habe den sehr schön restaurierten Bahnhof bewundert. Eine Augenweide! Den muss man einfach heute gesehen haben. Dazu diese pulsierende, dynamische und junge Stadt.“
Aus der Forster Blumenstraße schreibt uns Klaus Goldmann: „Das schöne alte Foto vom Breslauer Hauptbahnhof hat mich sehr erfreut. Mit dem Kulturzug REG Berlin-Breslau/Wroclaw besuchte ich diese alte und neue Hauptstadt Niederschlesiens. Die Steine dieser nun wieder sehr schönen Stadt tragen eine jahrhundertelange Geschichte, die es wieder neu zu entdecken gilt.
Der Breslauer Hauptbahnhof, heute Wroclaw Glowny, in den Jahren 1855 bis 1857 als einer der ersten größeren Bahnhöfe in Deutschland erbaut, betonte schon damals den großstädtischen Charakter Breslaus. Er hat eine 200 Meter breite Hauptfassade und wurde im neugotischen, englischen Tudorstil errichtet. Er ist in letzter Zeit total renoviert worden, einschließlich der Hallen mit den Zugangstunneln zu den Bahnsteigen. – In der Anlage sende ich ein Foto aus dem Jahr 1936, als der Breslauer Hauptbahnhof die Olympia-Gäste begrüßte. Breslau war auch Austragungsort der Vorentscheid-Wettkämpfe für einige Sportarten.“
„Es handelt sich zweifelsfrei um den ehemaligen und jetzigen Hauptbahnhof der schlesischen Metropole Breslau, erbaut in den 50er-Jahren des 19. Jahrhunderts im neugotischen Stil“, ist sich auch unser Gerne-Leser Dr. Jochen Dahl sicher. „Hier kreuzen sich diverse schlesische Hauptstrecken, etwa Breslau-Görlitz, Breslau-Oppeln oder Breslau-Posen. Trotz der fast flächendeckenden Zerstörung im letzten Kriegsjahr 1945 blieb der Bahnhof bis heute erhalten, wurde vor einigen Jahren komplett gut restauriert. Schlimm mitgenommen überstand er auch die Oderhochwasser von 1997 und 2003. Als aktuelle Kulturhauptstadt ist Breslau in diesem Jahr wieder direkt per Bahn erreichbar, eine dauerhafte Direktverbindung ist vorgesehen.“
Charlotte Rüssel aus der Schweriner Straße in Cottbus hat Breslau schnell erkannt: „Das war früher mal meine Heimat.“ Und Arno Schulz weiß: „Auf der Strecke Berlin-Breslau verkehrte vom 15. Mai 1936 bis 22. Aug. 1939 der dieselelektrisch  betriebene “Fliegende Schlesier” vom Schlesischen Bahnhof (heute Ostbahnhof) bis Breslau in 2 3/4 Stunden. Obwohl Guben auch Eisenbahnknoten war, hielt er dort nicht. Die Strecke wurde nach 1945 teilweise stillgelegt, der Guben/Gubiner Bereich nochmals vom 31. Mai bis 4. Dezember 1994 befahren. Danach erfolgte die endgültige Stilllegung.
Gewonnen haben diesmal Mario Pflegel, Gabi Heil und Hans-Dieter Wunder.

Herzlichen Glückwunsch!