Forst: Festumzug zur 700-Jahrfeier

damals080119_foDer Festumzug zur 700-Jahrfeier hat viele Erinnerungen geweckt
Die Forster 700-Jahrfeier scheint vielen noch gut im Gedächtnis geblieben zu sein. Das bezeugen die Zuschriften auf unser „Damals-war´s“ – Bild in der letzten Ausgabe:
„An das Foto kann ich mich gut erinnern“, schrieb uns Peter Neumann, „ich bin nämlich der rechte Plakatträger auf dem Bild. Es war die 700-Jahrfeier der Stadt, da haben wir auch ein Bild getragen. An einige Namen von damals kann ich mich zwar nicht mehr genau erinnern, ich weiß aber noch, dass es ein schöner Umzug war.
Vor uns liefen die ‘Fuhrleute’, so hieß das Bild, das sie darstellten. Im Hintergrund sieht man Gregors Eisdiele und einen Kiosk, der aber nur zum Umzug aufgestellt war. In dem Haus war auch der Eingang zum Möbelkonsum, später waren da Lebensmittel drin.“
Herr Henschel konnte ebenfalls etwas zu dem Bild sagen:
„Das Bild zeigt einen Teil des neuen Postgebäudes und ist zur 700-Jahrfeier aufgenommen worden. Dahinter ist die Eisdiele von Grögers, die aber inzwischen abgerissen wurde. Ganz schwach im Hintergrund ist noch das Forster Tuchmacher-Stübl zu sehen, jetzt steht da der Wohnblock. Auch das Postgebäude mit einem ganz anderen Turm ist jetzt neu, weil das alte abgebrannt ist.“
Viola Schiemenz teilte auf einer Postkarte mit:
„Als dieser Festumzug 1965 von der Stadt organisiert wurde, war ich zehn Jahre alt, es war die 700-Jahrfeier der Stadt Forst. Am Straßenrand der Berliner Straße habe ich das prächtige bunte Treiben mit Staunen beobachtet. Das deutlich im Hintergrund zu sehende Gebäude ist das Postgebäude, im Jahre 1895/96 errichtet im Renaissance-Stil. Es war zu seiner Zeit ein imposanter Bau in unserer Stadt. Dahinter können wir Grögers Eisdiele noch gut erkennen. Ganz im Hintergrund sehen wir das bekannte Tuchmacher-Stübl, in dem es immer lecker Torte, Kaffee und Kuchen gab.“
„Bei dem gezeigten Rätselbild handelt es sich offensichtlich um den Festumzug anlässlich der 700-Jahrfeier“, schrieb uns Herbert Schulze. „Links im Vordergrund ist ein teil des Post-Gebäudes zu sehen. Dahinter konnte man ein Möbelgeschäft erreichen. Heute ist dieses Gebäude durch Wohnblöcke verdeckt. Viel wichtiger und interessanter für uns Kinder und Jugendliche zu dieser Zeit wat jedoch das auf dem Foto nur schwach erkennbare Gebäude, in dem sich Grögers Eisdiele befand.“
Auf einer historischen Postkarte mit dem Brand von Mühle und Fabrikgebäude 1852 schrieb uns Gerhild Schulz:
„Im Jahr 1965 feierte man die 700-Jahrfeier Forst. Das ist die Berliner Straße, die von der Sorauer Straße bis zum Berliner Platz ging. Hier gab es früher zu jeder Zeit viele Geschäfte und Handwerksbetriebe. Z.B. war hier Café Harmuth, das spätere Tuchmacherstübl, die Fleischerei Dubrau, das Fotogeschäft Scheppan, die Eisdiele Gröger und 1000 kleine Dinge für den Haushalt. In den 70er Jahren wurden diese Gebäude durch Plattenbauten ersetzt.
Gisela Frenzel wusste ebenfalls, was auf dem Bild zu sehen war:
„Es handelt sich um die Berliner Straße in Höhe der Post anlässlich eines Umzuges zum 700-jährigen Bestehen der Stadt Forst. In dem Haus links nach dem Plakat mit dem Forster Wappen war im Paterre die Eisdiele Gröger. Davor ging es auf den Posthof, dort gab es gleich rechts den Sattlermeister Schwarz. Nach diesem Haus gehören die beiden Ausstellungshäuschen zu dem Kaufhaus „Moderne Bekleidung“. Ganz im Hintergrund die Reklame vom Imbiß-Stübl. Auf diesem gesamten Komplex befindet sich heute als Neubau die Ladenstraße in Richtung Berliner Platz. Vor dieser Neubau-Bebauung waren diese wenigen nicht durch den Krieg zerstörten Häuser das Zentrum von Forst (die Post war zerstört und als erstes wieder aufgebaut). Gegenüber von der Post waren ein paar große Häuser mit Geschäften im Paterre von Kriegswirren verschont geblieben.“
Gerda Henschel schrieb:
„Ich erinnere mich noch sehr genau an den Umzug zur 700-Jahrfeier von Forst. Sogar ein Bild meiner ganzen Familie, wie wir am Straßenrand stehen, habe ich noch gefunden. Damals arbeitete ich im VEB TGA und den Festwagen dieses Betriebes sehe ich noch vor mir. Thema war damals ‘August Bebel spricht zu Forster Arbeitern’. Der Darsteller des August Bebel war nach meiner erinnerung der Kollege Rösicke, wunderbar zurecht gemacht.
Die Aufnahme in der Zeitung ist vor der Post entstanden. Daneben das kleine Gebäude war ‘Grögers Eisdiele’. Eine Tochter von Grögers war meine Klassenkameradin. Weiter im Bild erahne ich die Schaufensterkästen der Konsumverkaufsstelle „Moderne Möbel“, wo wir fast unsere ganze Wohnzimmereinrichtung 1965 gekauft haben. Noch weiter im Hintergrund das Tuchmacher-Stübel. Das war sowohl Verkaufsstelle als auch Imbiss. An jedem Freitagvormittag fuhr das Pferdefuhrwerk der Landskronbrauerei vor und es gab das so begehrte Landskronbier.“