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Wende-Rahmen

Kommentare | Von | 16. Februar 2024

Dieser Tage tun sich nicht nur Politiker, sondern auch Wirtschafts-Verbände und Kammern schwer, dem gemeinen Volk die Wirtschaftslage schönzureden. Geradezu akrobatisch agieren die Sprecher der Berliner und Brandenburger Wirtschaftskammern bei ihren Interpretationen des Konjunkturtrends mit Worten und Zahlen, finden wundersame Schnipselchen positiver Andeutungen. Mit mutiger und klarer Interessenvertretung hat dieses Färberhandwerk nichts zu tun. Unterm Strich bleibt, was Habeck diese Woche einräumen musste: die Erwartung von deutschem Wirtschaftswachstum (letztens waren noch +1,3% versprochen) korrigiert sich Richtung Null. Da hilft auch kein Geschwafel von „Metropolregion“. Ja, Berlin geht es etwas besser, Brandenburg – abgesehen von Tesla – dagegen miserabel. Der neue Hauptgeschäftsführer (seit 1. Februar) der Cottbuser IHK, André Fritsche, ein – wie erfreulich – gebürtiger Cottbuser, wagt deutliche Worte: „Unternehmen brauchen klare Rahmenbedingungen, ein gemeinsames Verständnis von Politik und Wirtschaft davon, wie die Zukunftswende konkret aussehen kann. Sie ist dringend notwendig.“
Einem solchen Rahmen für die wirtschaftliche Wende wäre es dienlich, würde die IHK Cottbus ihr Interesse nicht auf die paar hiesigen Großunternehmen reduzieren, sondern auch den Rest ihrer 36 000 Mitgliedsunternehmen im Blick halten. Vielen davon geht es richtig dreckig, und so gesehen hat es schon verwundert, dass sich die hiesige IHK kürzlich, im Gegensatz zur Handwerkskammer, von der Demonstration der Mittelstandsinitiative ausdrücklich distanziert hat. Dort wurde klar formuliert, was etwa Logistiker und Transportunternehmen, die Bauwirtschaft und Gastronomen von einem politischen Rahmen für die wirtschaftliche Wende erwarten. Jedenfalls keinen Schmuse- kurs mit aktueller rüstungsverliebter Ampelpolitik. Am Krieg wurde früher sehr viel verdient in Cottbus. An die „Ernte“ dessen erinnerten wir uns diese Woche Donnerstag. J.H.

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