Das Kinder- und Jugendtheater hat Geburtstag.

Cottbus (h). Mit dem Märchen „Frau Holle“, einem Spiel- und Bastelnachmittag im ganzen Haus und öffentlichem Tanz bis in die Nacht feiert das Piccolo-Theater am Erich-Kästner-Platz an diesem Sonnabend seinen 35. Geburtstag.
Das traumhaft schöne Theatergebäude ist weitaus jünger; es eröffnete 2011 nach dem Umbau aus einem alten Trafohäuschen – man sieht’s ihm nicht an. Das liegt – abgesehen von genialen Architekten – am Zauber der Verwandlungskunst, die dem früher kleingeschriebenen „piccolo“ eigen ist.
Gegründet worden soll es am Kneipentisch im oder im Gladhouse sein, dann erfolgte bald der glückliche Einzug ins Jugendclubhaus Töpferturm an der Klosterkirche. Unvergessen sind viele Inszenierungen in diesem Haus, die beginnende theaterpädagogische Arbeit, die vielen sommerlichen Theaterfeste auf dem Klosterplatz. Reinhard Drogla dazu heute: „35 Jahre voller Geschichten, Träume, Mut und Kreativität. Seit seiner Gründung ist unser Haus ein Ort, an dem junge Menschen ihre Stimme finden und erheben, ihre Fantasie entfalten. Was 1991 in bewegten Zeiten begann, ist heute fester Bestandteil der Cottbuser Kulturlandschaft – und weit darüber hinaus ein anerkanntes Modell für anspruchsvolles Kinder- und Jugendtheater in Deutschland.“ Das Theater, sein Jugendclub und der Theaterleiter erhielten in all den Jahrzehnten viel nationale Aufmerksamkeit und Anerkennung, ein anspruchsvoller Spielplan, umgesetzt von hochmotiviertem Ensemble sorgt für stets volles Haus.
Seit 2022 gehört das Piccolo nicht mehr drei Gesellschaftern einer gemeinnützigen Gesellschaft, sondern einer Stiftung. Im Stiftungsrat haben das Land und die Stadt als Geldgeber sowie der Förderverein und die Mitarbeitenden je eine Stimme von gleichem Gewicht. Reinhard Drogla bleibt Intendant, Theaterleiter, Regisseur und die Seele vom Ganzen und hat vor, das lange zu bleiben. Er dankt zum Jubiläum „den Künstlerinnen und Künstlern, den Mitarbeitenden, Partnern, Förderern – und natürlich unserem Publikum. Ohne euch gäbe es das Piccolo Theater nicht. Ihr seid der Grund, warum wir das machen und immer weitermachen.“ Toi, toi, toi dafür.
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